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Tourenbericht der Pyrenäen Wanderung/ Trekking Tour 2010
 
Einleitung:
Langsam steige ich zum Puerto de La Pez (2458m) auf, Schweiß tropft auf den Boden, ich höre mein keuchen, spüre den Puls in den Schläfen. Der erste steile Anstieg und ich merke
 ich bin nicht Fit!
Das letzte Jahr konnte ich kaum Sport machen, es blieb bei der tägl. Hunderunde und reichlich Absichtserklärungen. Und schon ist das Jahr zu Ende und die Hosen enger. Trotz allem zweifele ich kaum, das ich  die Pässe überwinde. Und jetzt das.......
Schon jetzt beim ersten steilen Aufstieg werfe ich meine Tourenplanung über Board. Ich werde dem GR 11 folgen- hier vom Puerto de la Pez zur Refugio de Viados, weiter  auf dem  GR11.2 (Variante) durch das Posets Massiv. Unterhalb des höchsten Berg der Pyrenäen (dem Aneto 3443m) führt der GR 11 durch das Vallibierna Tal.  Eine kleine Visite des Vall de Besiberri....... . Wieder auf dem GR 11, ein Abzweig zum Vall de Colieto im Parc Nacional d'Aigüestortes i Estani de Sant Maurici. Ab Salardu auf dem HRP bis Alos de Isil. dann über den Port de Salau ins kl. Dorf Salau. Mit sehr viel Glück und Unterstützung netter Menschen fuhr ich per Auto zum nächsten Bus nach St. Girons.
Insgesamt waren es ca. 175 km
und ca. 24850Höhenmeter: 12300 m bergauf, 12500 m bergab (laut GPS)
Höhenprofil der Tour
 
Zu den Fotos der Tour -------  Zu den Panos der Tour
Die angezeigte Urzeit bei den Fotos ist falsch-  immer eine Stunde hinzu Zählen- dann stimmt' s
Zu Beschreibungen der Refuge/ Refugio/ Übernachtungsplätze
Die Tour mit
 mit Wegpunkten in
google maps
Mit dem GPS - Tracklog  
kann die Tour mit Google Earth über Gipfel und durch Täler nachgeflogen werden.
Google Earth Track :
--  als kmz  Datei
 Karten
Ich nutzte-
Memory map Pyrenees &South/West France (französische IGN auf DVD-1:25:000)
              Editorial Alpina: Posets- Perdiguero 1:25.000(CD)
Editorial Alpina: Maladeta 1:25.000 (CD)
  Editorial Alpina: Val d'Aran 1:40.000 (CD)
Papierkarten im Rucksack:
Carte de Randonnees Rando Edition :
Nr. 23: Aneto Posets
Nr. 22 Pica d' Estats- Aneto
"mehr zu Karten"
 
Anreise: 8/ 9 September 2010- Köln - Paris - Loudenvielle (Pont du Prat)
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe 
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
 12. Etappe/ Abreise
 
Ich mag das Reisen mit dem Zug.
Und die Anreise in die französischen Pyrenäen ist mit dem Zug praktisch und bequem....... und bei frühen Buchen durch die Sonderpreise nicht so teuer. Diesmal starte ich am Pont du Prat- ein paar Kilometer hinter kl. Ort Loudenvielle.
  • Mit dem Thalys von Köln (17:45) nach Paris Nord (21:35)- 29€
  • Dann mit der Metro Nr. 5 (Richtung Place d'Italie) zum Gare de Austerlitz- 1,5€
  • Dort fährt der Nachtzug um 23:10 Richtung Pyrenäen- Tarbes (8:59)  44€
  • Von Tarbes (11:12), nach Lannemezan (11:39)- mit dem Zug
  • Weiter um 11:50 mit dem Bus nach Arreau- 12:16- Zug und Bus kosten zusammen 10,60€
In Arreau ist Markt. Ich kaufe mir ein dickes Stück Käse und ein Baguette für die Tour. Beim Anblick des Käses meldet sich mein Magen, ich schlendere ein wenig durch die Gassen und setze mich an einen  freien Tisch in einen Restaraunt. Es ist ein  ganz schöner Betrieb in dem kleinem Laden, jeder Tisch ist besetzt. Ich lasse mir Zeit, mir reicht es wenn ich ein kurzes Stück in das Pez Tal wandere, mir dort einen netten Platz suche und das Zelt aufbaue. Bis zur nächsten Refugio (die Refugio de Viados) schaffe ich heute es sicher nicht, wahrscheinlich noch nicht mal über den Puerto de la Pez bis nach Spanien.
Nach dem Essen, bestelle mir dann ein Taxi- wie immer klappt die Kommunikation auch ohne große französisch Kenntnisse, Die Menschen wollen helfen. Ein Bus fährt zwar auch bis nach Loudenvielle, na ja-  ich will es jedoch einfach haben- nichts Checken, einfach Ankommen.
Arreau ist ein recht kleiner Ort mit netten Gassen und einem schönem Marktplatz. Einen Taxistand mit wartenden Mercedes Wagen gibt es in diesem 800 Seelen Städtchen  nicht. Der Wirt des  Restaraunt versucht es mehrfach bis er endlich mal eine Verbindung bekommt. Ich Warte rund eine Stunde- 2 Bier-  bis das Taxi eintrifft. Schnell kommen wir ins Gespräch, mein Rucksack zeigt wo ich hin will. Der Fahrer war früher auch viel in den Bergen unterwegs, jetzt geht's nicht mehr - die Arbeit, er ist mit seinem Taxi selbständig. Wir müssen noch etwas warten, eine ältere Dame holt noch Medikamente aus der Apotheke.
Dann fahren wir los über, laden die Dame in einem Dorf das nur aus wenigen Häusern und sehr engen Strassen besteht, ab. Mein Fahrer  heizt nun mächtig die schmaler werdenden Strassen herauf, etwas später steige ich lebendig am Parkplatz "Pont du Prat" aus, zahle (37€) und verabschiede mich. Der Taxifahrer wünscht mir noch viel Glück.

1. Etappe: 9.9.2010- Pont du Prat- Bivac unterhalb des Puerto de la Pez
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
 12. Etappe/ Abreise
Kartenausschnitt         Fotos  1. Etappe          Höhenprofil         1. Etappe.gpx (Re klick- speichern unter- evtl. Dateiendung auf gpx ändern)
 
Um 15:45 bin ich auf dem Weg. Das Wetter - so na ja, es ist feucht, aber regnet nicht. Die Wolken hängen niedrig, es ist nicht warm- nicht kalt- also Klasse zum Wandern, wenn es denn nicht schlechter wird. Am Pont du Prat (ca.1240m) stehen einige große Maschinenhäuser, n denen wohl Energie aus Wasserkraft gewonnnen wird . Nach kurzem Weg verlasse  ich die Häuser und den Asphalt und gehe in den Wald. Hier ist noch "Spaziergeher" Land, kreuz und Quer sind sind Wege in den Wald getreten. Das hört dann auf, ein schöner Pfad entsteht der gut Markiert ist. Auf ca. 1500m ereichte ich baumfreies, offenes Gelände, noch ein paar Meter, ein Tiergatter überwunden,  und das Valle de la Pez läst sich bis zum Talschluß überblicken. Rechts die Refuge de Pastoral Jean Forgues. (Blöderweise hab ich nicht geschaut ob sie offene ist, wohl nicht da die Refuge Privat ist) Es folgt einfaches gehen durch oft pfadloses Gelände- mal ist sind Wegspuren getreten, mal gibt keine Spuren. Ab und zu taucht ein Steinmann auf- aber eigentlich geht's der Nase lang, das Ziel der Port de la Pez ist klar zu erkennen. Der Aufstieg zum Port de la Pez sieht verdammt steil aus. Ich wechsele ein paar mal die Bachseite, im Frühjahr schießt  hier sicher reichlich Wasser, jetzt fliest das Bachwasser gemächlich.
Gegen 17:30 hab ich das Ende des Valle de La Pez erreicht. Ich werde hier bleiben, für den Aufstieg zum Pass ist es zu spät. Die Suche nach einem Zeltplatz ist gar nicht so einfach, halbwegs waagerechte Stellen gibt es kaum und wenn doch, dann liegen dicke Steine rum, oder der Platz ist zu klein. Irgendwann ist das Zelt aufgebaut (auf ca. 1809mm). Ich gehe zum Bach wasch mich und hole Wasser fürs Abendessen. Wenig später brutzeln die Nudeln mit Käse- Sahnesoße auf dem Kocher. Die Wolken hüllen die Bergspitzen in ein  dichtes Grau, ungemütlich, kühl und neblig feucht. Noch ein heißer Tee mit viel Zucker, etwas später liegt ich gemütlich im Schlafsack. Ich höre noch einwenig MonTalk-  Interviews des WDR als Podcast.
 
Trotz nicht durchgehenden Pfadspuren und wenigen Steinmännern komme ich ohne Probleme am Ende des Tales an, Orientierung ist bei gutem Wetter problemlos
 
Tourdauer:           02:47 Std.
höchste Höhe:       1800  m
Bergauf:                   552 m
Bergab:                        5 m
Länge:                         4 km

2.Etappe:10.9.2010- Bivac unterhalb des Puerto de la Pez- Refugio de Viados (Biados)
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe 
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
12. Etappe/ Abreise
Kartenausschnitt          Fotos  2. Etappe        Höhenprofil       2. Etappe.gpx Re klick- speichern unter- evtl. Dateiendung auf gpx ändern)
 
Ich schlafe ziemlich lange. Schaue mal aus dem Zelt und dreh mich wieder um- es ist mir einfach zu Nass. In der Nacht nicht geregnet trotzdem trieft das Zelt und der Boden vor Wasser, nach einem Gewitter ist es auch nicht schlimmer. Ich bleibe liegen bis die ersten Sonnenstrahlen über die Gipfel kriechen und mit ihrer wärme etwas von dem Wasser verdampft. Irgendwann muss ich aber doch mal raus- ich koche ich mir Kaffee, Frühstücke, wasche mich und packe alles bis auf das Zelt ein- das soll noch in der Sonne etwas trocken.
Um 11:30 gehe ich Richtung Port de la Petz. Steinmänner leiten mich zu einem mit  niedrigen Büschen bewachsen Schutthaufen den ich Aufsteige. Ich schleppe mich mühsam voran, merkte das ich dieses Jahr wirklich nicht die beste Kondition habe. Zum Glück ist es nicht heiß, ein schöner angenehmer Tag mit blauem Himmel. Der Pfad wird nochmals steiler, ab und zu mit leicht ausgesetzten Stellen und endlich gegen um 14 Uhr erreiche ich problemlos, aber keuchend den Port de La Pez -2451m. Nichts los mit mir, keine Power! Morgen will ich eigentlich den Pico de Posets überqueren, das kann ich aber vergessen,  dafür muss ich ganz sicher fiter sein. Es folgt  eine Brotzeit und Kartenstudium, ich plane mal gedanklich neu..... während ich auf Käse und Brot herum kaue.
Zeichen führen mich auf dem Kamm weiter, mal sind sie gelb/ weiß , mal fette weiße Pfeile. Mal brauche ich hier die Hände, nach Spanien stürzen die Felsen steil hinunter. Auf 2460m ein paar Hinweisschilder.... Puerto de la Pez..... . Ich steige in das Vall de Chistau hinab, gehe noch ein wenig über Geröll und Blöcke bis ich gemütlichere Pfade erreiche, die oft am  Rio Cinqueta de la Pez entlang führen. Gemächlich ereiche ich das Vado de Bachimala (1800m) hier öffnet sich das Tal, mehrer Bäche und fließen zusammen. Vom langen Sommer ist das Gras trocken und gelb. Die Markierungen führen mich nun zur anderen Talseite, weiter auf unproblematischen  Wegen, meist durch kühlen Wald. Mal gehe direkt entlang des Rio Cinqueta de la Pez. mal gehe ich oberhalb des Baches. Gegen 17 Uhr stehe ich an der Refugio de Viados (auch Biados). Und ich habe Glück, wie im letzten Jahr habe ich einen ein fantastischen Blick auf das Posets Massiv.
Bei dem Anblick des Berges steht meine Entscheidung fest, ich werde nicht den Posets überqueren, sondern der alpinen Variante des GR 11 folgen- quer durch das Posets Massiv. Vor ein paar Jahren folgte ich dem "normalem" GR11- über dem Puerto de Gistain (2572m), vorbei an der Refugio de Estos.
Zum Abendessen sitze mit ein paar Franzosen am Tisch, die sich redlich bemühen mich in das Gespräch  einzubeziehen. Was ich eigentlich gar nicht will, ich möchte meine Ruhe haben und Entspannen, nichts machen außer Essen ...... . Das Essen ist sehr gut und reichhaltig, 4 Gänge. Wir vier teilen uns den Wein, langsam taue ich auf- 3 Flaschen stehen auf dem Tisch. Etwas dusselig legt ich mich Schlafen.
 
Der Weg stimmt gut mit der Editorial Alpina: Posets- Perdiguero 1:25.000Karte überein,
Orientierung ist bei gutem Wetter unschwierig
 
Tourdauer:             ca. 07:00 Std.
höchste Höhe:             2560 m
Bergauf:                        829 m
Bergab:                         886 m
Länge:                            12 km

3.Etappe:11.9.2010- Refugio de Viados- Cabane de Llardaneta
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
 12. Etappe/ Abreise
Kartenausschnitt         Fotos  3. Etappe        Höhenprofil       3. Etappe.gpx (Re klick- speichern unter- evtl. Dateiendung auf gpx ändern)
 
Auf dem GR 11
Die Wanderkollegen im Zimmer wecken mich. Es raschelt, das gebündelte Licht von Taschenlampen wandert durch den Raum. Einige sind sehr früh auf, andere etwas später, ich bei den letzteren. Ich frühstücke in der Refuge, wie immer das einfache,  doch etwas karge Frühstück das es auf hier Hütten gibt- ein paar Scheiben Brot, Butter,  Marmelade und natürlich Kaffee mit Milch und Zucker. Um 8:30 bin ich soweit, stehe mit gepacktem Rucksack vor der Refuge. Ich bleibe dabei, ich gehe nicht auf den Posets, sondern quer durch das Posets Massiv auf dem GR 11.2.
Die Schatten sind noch lang, es ist ein frischer Morgen, der Himmel ist blau. Dieses Jahr trage ich zum Wandern eine dünne 3/4 Laufhose, jetzt ist mir noch übel kalt, nach ein paar Metern gehen wird mir langsam gemütlich.  Ich folge dem GR 11 ins Vall d'Anes Cruzes. Nach ca. 800m verlasse ich den "Standart" GR 11,  ich wende nach rechts, ein großes recht neues Schild zeigt die verschiedenen Möglichkeiten. Mein Zwischenziel steht auch darauf - der Collado de Eriste. Den Rio Zinqueta d'Anes Cruzes überquere ich auf einer Brücke. Ein paar Meter weiter kann ich mich noch mal entscheiden- links die Posets Überquerung Richtung Val d'els Clots  oder rechts auf dem  GR 11.2 durch das Val de la Ribereta. Ich gehe rechts! Der Pfad führt ohne arg große Steigung und Anstrengung durch Wiesen, Lichtungen und Wald. Eine Spur ist recht gut zuerkennen und ab und zu tauchen Markierungen auf. Auf ca. 2070 öffnet sich ein Kessel, steile Wände links, über diesen Felsen liegt der Ibon d'els Millars. Hier treffe ich zum erstem mal während meiner Pyrenäen Wanderungen auf ein große Gruppe- bestimmt 15 Köpfe- mit Führer. Die meisten mit kleineren Rucksäcken, einige sind recht langsam, andere wieder recht zügig unterwegs so das ich mich nicht von der Gruppe lösen kann und eine Zeitlang in dem - na ja "nervenden" Pulk laufe.... dann lasse ich ich einfach zurück fallen und laufe mit etwas Abstand hinterher. Der Weg wird jetzt steiler, führt in kehren Bergan, erreicht offenes grasbewachsenes Gelände mit einem schönem  klaren Licht.
Mein Pfad führt leicht links in steiles Gelände, der Weg ist weiter gut auszumachen. Auf 2500m bittet sich ein hochalpine Kulisse. Die Gruppe macht hier Pause, der Führer ruft seine Leute mit einer Trillerpfeife  zusammen...... Ahhh.
Schöner - toller Blick zurück. Die meisten Gipfel um uns erreichen die 3000m Marke. Endlich kann ich die mehr oder weniger lärmende Truppe hinter mir lassen (- nein-  so schlimm war es nun auch nicht). Jetzt folgen noch 430 Höhenmeter über Geröll und Blöcke, keuchend ereiche den Collado de Eriste (2864m) - 13:25. Blick zurück --- Blick nach vorn. Ich mache Mittagspause.
Es folgen ca. 100m Abstieg durch steiles Gelände. Noch ein paar Meter und ich erreiche den Ibon de Llardaneta auf ca. 2670m. Bei schlechtem Wetter ist die Orientierung hier sicherlich schwierig, Trittspuren sind nicht immer zu erkennen, Steinmänner sind Mangelware. Jetzt bei dem guter Sicht gibt es keinerlei Probleme. Der Pfad führt über niedriges Gras, der Torrente de Llardaneta fliest hier bergab und ab und zu stürzt er  ins Tal. Auf ca. 2600m ist der Abzweig zum Canal Fonda, hier geht's auf der normal Route zum  Pico de Posets. Tageswanderer tummeln sich hier, Ein Zelt steht am Bach. Es  folgt felsiges Gelände in dem ich genau auf die Zeichen achte um meinen Weg zu finden. Abzweig- rechts die bewirtschaftete Refuge Angel Orus, links geht's weiter auf dem GR 11.2 zur kleinen unbewirtschafteten Cabane de Llardaneta. (Webcam von der Angel Orus mit Blick auf den Posets)
Ich wende mich nach links und verliere den Pfad ...... laufe ein wenig suchend herum ,  klettere in eine kl. vom  Torrente de Llardaneta geschaffene Schlucht, finde den Pfad - ein wunderbar Platz für eine Pause. Mittlerweile ist es richtig warm, ich leg mich in die Sonne und Bade zwischendurch meine Füße...
Um 17 Uhr erreiche ich die Cabane de Llardaneta-2300m,  (nur knapp 600m von der kl. Schlucht). Wasser fliest nur wenige Meter entfernt ins Tal. Die Cabane selbst ist ein einfaches Steinhaus, geschlafen wird auf einer Betonplatte die etwas erhöht steht und dabei fast den gesamten Raum einnimmt. Für vier Personen wird  Platz sein. Der First weckt kein Vertrauen, mit Plastiktüten,  Rettungsfolien und allerhand andern Kram haben sich schon einige daran versucht den Regen draußen zu halten. kann mir jetzt egal sein- das Wetter ist gut. Ich mach mich am Bach hübsch für den Abend, koche das Abendessen und trinke heißen Tee. Der Blick ins Valle de Christ hat etwas ruhiges und schließt den Tag wunderbar ab. Zwei Spanier, die ein gutes Stück über mir an einem Felsen Bivacieren, besuchen mich und schauen sich die kleine Cabane an. Die Etappe Morgen ist wohl nicht so einfach, "be Careful" meinen die beiden, erzählen etwas von rauem Gelände und schlechter Markierung.
Schatten kommt, es wird kühl, ich ziehe in die Cabane, kuschele mich in den Schlafsack, die Tür bleibt auf damit ich den Blick nach draußen genießen kann
 
Der Weg stimmt gut mit der Editorial Alpina: Posets- Perdiguero 1:25.000Karte überein,
Orientierung ist bei gutem Wetter unschwierig
 
Tourdauer:             
höchste Höhe:           
Bergauf:                      
Bergab:                       
Länge:    

4. Etappe: 12.09.2010- Cabane de Llardaneta- Camping Aneto
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
12. Etappe/ Abreise
Kartenausschnitt         Fotos  4. Etappe        Höhenprofil       4. Etappe.gpx (Re klick- speichern unter- evtl. Dateiendung auf gpx ändern)
 
Auf dem GR 11
In der Nacht träume ich mehrfach von irgendwelchen Viehzeug das unter meinen "Bett" lebt und sich auf eine gute Mahlzeit freut. Doch nichts kriecht oder schnüffelt, ich hab meine Ruh und stehe morgens auf, ohne angeknabbert zu sein.
Erst gegen 10 Uhr gehe ich los. Es ist frisch, der Tag wird jedoch schön werden, kaum  Wolken stehen am blauen Himmel. Der Pfad ist nicht immer gut auszumachen, an einigen Stellen brauch es  etwas Beobachtung. Der Barranco de Ibons läst sich nicht  überqueren, ich folge der Schlucht an seiner Westseite bis zum Ibon de Christ (2420m) Der Steig entfernt sich vom See (südlich) und wendet sich dann nach Osten. Noch 250 Höhenmeter bis zum Collada de la Plana, durch eher pfadloses Gelände, Steinmänner und Holzpfosten leiten mich hinauf, einen klaren Weg gibt es weiterhin  nicht- bei Nebel ist die Orientierung hier sicherlich nicht einfach. Das Posets Massiv zeigt sich hier in einem ganz anderem Bild, aber nicht weniger schön. In Richtung Nordosten zeigen sich wieder mal die Berge um den Perdiguero. Abwärts vom Collado de la Plana (2702m) ist weiter kein klarer Weg auszumachen, ich folge Steinmännern , auch mal Spuren, bei dem gutem Wetter habe ich jedoch keine Problem. Ab ca. 2480m wird mein Weg ungemütlich und schwieriger. Steil geht es in einem Blockfeld hinab, mehr kletternd als gehend, in Richtung der Ibon de Batisielles. Dies ist sicher das Wegstück das die Spanier als "be Carefull" beschrieben. Ich erreiche den Ibon Gran de Batisielles (ca.2219m), mittlerweile ist der Pfad nicht mehr so beschwerlich. Die ersten Bäume tauchen auf, einige stehen tot und trocken, aber grade. Nochmals quere ich ein Geröllfeld, tauche dann in den Wald und erreiche problemlose Wege.
Die Cabane de Batisielles liegt am Weg,  eher eine Ruine- im Notfall aber auch zu gebrauchen. Langsam stelle ich mir die Frage wo ich heute Übernachte, in der bewirtschafteten Refuge de Estos in einer Cabane in der Nähe - laut Karte gibt es mehrere, oder gehe ich weiter bis zum Camping Aneto, etwas oberhalb von Benasque. Die nächsten Meter gehe ich grübelnd durch den Wald, und entscheide mich für den Camping- dort gibt alles- Supermarkt, Restaurante, Bar- und Duschen.
Im Vall de Estos treffe ich auf andere Wanderer, teils mit Tagesrucksack, teils mit vollem Gepäck. Bisher war der Tag einsam, ein Mensch begegnete mir etwas unterhalb des Collado de La Plana.
Gegen 17 Uhr erreiche ich den Camping.
 
Der Weg stimmt recht gut mit der Editorial Alpina: Posets- Perdiguero 1:25.000 Karte überein,
Orientierung- oft pfadloses Gelände mit wenigen Markierungen.
 
Tourdauer:          6:55Std 
höchste Höhe:     2706m
Bergauf:                452m                  
Bergab:               1511m           
Länge:               14,79km

Keine Etappe: 13.09.2010: Pause auf dem Camping Aneto
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
 12. Etappe/ Abreise
 
Pause auf dem Camping Aneto. Ein gut ausgestatteter Campingplatz. Um die Jahreszeit ist hier wenig bis nichts los, darum hat der Supermarkt, die Bar, das Restaurante schon zu. Ich laufe daher entlang des Rio Esera nach Benasque um  für Futter Nachschub zu sorgen. Hier gibt's alles was das Wanderherz begeht- wer es braucht kann Ersatzwanderfunktionsklamotten, Rucksäcke, Gaskartuschen etc. kaufen.
Ich pflege meine Muskelkater, lerne mein Vaude Lizard UL besser aufzustellen Gammel ein wenig. Morgens geht es weiter.
 
 
 
 
 

5.Etappe: 14.09.2010- Camping Aneto- Bivac am Estany del Cap de Llauset
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
 12. Etappe/ Abreise
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Auf dem GR 11
Kurz vor neun, Rot /Weise Markierungen zeigen mir wo es lang geht. Ein Forstweg, breit, "befahrbar". ohne große Steigung, Ich erreiche den Stausee - Embalse de Paso Nuevo- folge dem ein Stück und freue mich endlich die Piste loszuwerden und auf einem schmalem Weg ins Valle de Vallibierna (auch Ballibierna) zu schwenken. Steiler geht es durch den Wald, es riecht nach Wald und nach Moos,  feucht ist es, ein wenig glitschig. Die Sonne hat es noch nicht bis hier hin geschafft. Wenige Minuten später gehe ich wieder auf der Piste. Pisten Gehen ist für mich Elend langweilig, auch eine schöne Landschaft kann mir da nicht wirklich Spaß bringen...........,  ich bin es ja selbst Schuld, die Route hab ich mir ausgesucht. Das ist das schöne am HRP, meist führt der über Bergwege. Der GR 11 hat immer wieder längere Pistenabschnitte. 11km weiter und ich erreiche die Refuge de Coronas (1970m). Etliche Zelte stehen hier und ein Haufen Leute in Grün sitzen herum- eine Militär Einheit ist auf Übung. Der Weg wird jetzt schmaler, endlich! Ich gehe durch lockeren Wald  (auf ca.1980m) auf  einfachen Wegen ohne deutliche Steigung. Links von mir das Maladeta Massiv mit dem höchsten Berg der Pyrenäen- dem Aneto, am Horizont zeigt sich der Posets. Vor mit erreichen die Berge knapp die 2900m.
Auf 2136m such ich den Pfad, muss ich gradaus oder rechts. Nach der Sinrenkor Karte auf dem GPS führt der GR 11 nach rechts, die Angabe erscheint mir nicht besonders logisch- ich will aber wissen wo es dort hingeht. Nur eine schwache Spur ist erkennbar, neugierig klettere ich über einen Bach, weiter schwache Spurern und kleine Steinmänner. Das kann nicht der GR 11 sein  geht es mir durch den Kopf. Nach weiteren 200 Metern schaue ich doch mal auf die Papierkarte- nicht s mit GR 11- auf diesem Pfad geht es zum Collado de Culebres, mit schlechten Markierungen. Ich gehe zurück. Der Pfad wird nun steiniger und teils mal steiler. Ich folge weiter dem GR 11 Richtung den Ibons de Vallibierna- ein Schild zeigt die Richtung. Spuren führen mich auf die Nordseite des unteren Sees, auf der Karte führt der GR 11 entlang der Südseite.
Der Weg zum  zweitem, höher gelegenem See, ist steinig und pfadlos und anstrengender. Ab und zu brauche ich die Hände. Steinmänner führen mich über Blöcke zum Collado de Vallibierna, 2728m. Tolle Aussicht, rechts ist der der höchste Berg der Pyrenäen zu erkennen- der Aneto mit 3404m. Zeit für eine Pause, ich leg den Rucksack ab und die Beine hoch. Trotz Schlepperei- es macht mir richtig Spaß. Die Bedingungen sind heute wieder idealä- blauer Himmel und nicht zu warm.
Der Abstieg führt zu Beginn weiter über große Blocksteine. der Pfad entfernen sich von dem auf der Karte eingezeichneten GR 11. Vielleicht hab ich jedoch nur einen Abzweig verpasst, es scheint mir jedoch  auch der etwas einfacherer Variante zu sein.
Ca. 2460m, nach Süden besteht die Möglichkeit zum Estani de Llauset abzusteigen (GR 11 Variante), ich gehe jedoch Richtung Estany de Cab de Llauset.  Wenig später- 18:30- komme ich am See an, auf 2440m. Ich such mir einen Platz fürs Zelt. Die sonne steht schon tief am Horizont, hier ist Schatten und schnell wird mir Kühl. Am See erfrische ich mich, das Wasser ist kalt, es reicht für eine Katzenwäsche. Schnell verkrieche ich mich schnell ins Zelt und koche bei offener Apsis, die übliche Nudeln
Es wird dunkler, der Mond ist gut zu erkennen, rötlich schimmern die Wolken, Zeit für das obligatorische Zeltplatz Foto.
 
An einigen Stellen ist Karte und Pfad knapp 350m auseinander (Editorial Alpina: Maladeta 1:25.000). Spuren und Markierungen sind vorhanden.
Orientierung- Rund um den Collado de Vallibierna- pfadloses Gelände mit wenigen Markierungen.
 
Tourdauer:             9:38Std.
höchste Höhe:          2725m
Bergauf:                  1677m    
Bergab:                     499m
Länge:                   20,89km

6.Etappe: 15.09.2010- Estany del Cap de Llauset- Refugio de Besiberri
Einleitung
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1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
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6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
 12. Etappe/ Abreise
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Sich morgens aus dem Schlafsack zu pellen fällt mir immer schwer, es ist gemütlich und warm. Vor dem Zelt ist das Gras von Reif überzocken. Gegen neun schäle ich mich doch mal aus der Daunentüte. Ich suche meine Sachen zusammen, verpacke alles in die diversen Tüten. Frühstücke ein wenig, putz die Zähne, zum Schluss kommt das Zelt.
Um 10:20 suche ich noch mal das Gras ab, nichts liegt mehr herum, alles ist gepackt, dann kann's ja los gehen. Ich folge dem Pfad am Seeufer. Das Wasser ist klar, die Berge spiegeln sich , der See schimmert grün und orange. Es folgt der Aufstieg zum Collet dels Estanyets - 2521m. mit anschließendem Abstieg- wie immer in den Bergen.  Der "Weg" führt steil über Geröll und Blöcke zum Estani Cap de Anglios. Der See wird auf der Südseite passiert und ereicht flaches Grasgelände, eine Spur ist gut zu erkennen. Ab und zu gibt es Markierungen- Rot /Weiße Farbkleckse und Steinmänner. Auf  2220m steht die Refugi d' Anglios mit Platz für 4 Personen. Ich schaue kurz hinein, und störe ein paar Wanderer bei der Siesta. Für kurze Zeit gehe ich weiter auf einfachen Wegen, dann folgt ein teils unangenehmer Abstieg im Barranco de Anglos. Der Boden ist teils feucht und lehmig, vorsichtig - meist mit einer Hand am Baum-  gehe über rutschige Wurzeln. Im  Barranco de Salenques wird es wieder einfacher, das Gefälle läst nach, der Weg wird breiter und angenehmer. Um 15 Uhr erreiche ich die Nationalstr. N230, auf ca.1460m. Es stinkt nach Abgasen,. Autos und LKW rauschen an mir vorbei. Für anderthalb Kilometer blieb ich in der Nähe der Strasse, dann endlich  der Abzweig zum Vall de Besiberri. Zu Beginn laufe weiter auf einer Piste, dann über Pfade, die durch schattigen Wald führen. Eine Brücke ( auf ca. 1800m) überquert den Besiberri Bach, anschließend wird der Weg steil, der  Schweiß fliest in strömen, in tausend Kehren geht es sehr anstrengend und holperig bergauf. Der Anstieg endet auf 2000m, der Estany de Besiberri liegt vor meinen Füßen. Das Tal läst sich bis zum Schluss einsehen. Noch knapp 2 km und 230 Höhenmeter bis zur Refuge de Besiberri in der ich heute Übernachten möchte. Der Weg führt wieder über Blöcke  am See vorbei, dann ist das Gelände einfacher. Die Refuge liegt nicht im Talgrund, sondern scheint in steilem Gelände zu stehen, die Felsen am Ende des Tales schießen wild in die Höhe.  Am Bach fülle ich meine Wasserschläuche, ich weis nicht ob an der Refuge Wasser gibt. Der letzte Anstieg  ist nochmals weglos und steil, mühevoll schleppe ich die zusätzlichen 4kg hier hoch- umsonst- Wasser gibt es in der Nähe der Hütte. Die Hütte steht auf 2230m, eine ordentliche  Aluschachtel, alles aufgeräumt und sauber. Ich bin hier alleine, und fühle mich sehr gut. Ein Mensch stieg mit mir in das Tal hinauf , ich habe keine Ahnung wo er ist. Es ist 18:30, der Abend beginnt. Ich sitze an der offenen Tür, hier drin ist es etwas wärmer. Ich genieße die Aussicht, meine Nudeln, den Nachtisch, und süßen Tee.
Das Wetter wird schlechter, dicke Wolken ziehen über das Maladeta Massiv. Mal schauen wie es Morgen wird.
 
Orientierung ist recht problemlos, Pfadspuren, Steinmänner und Rot/ Weise Markierung.
Pfad und Karte stimmen recht gut überein, wenn auch der Pfad mal auf der anderen Bachseite eingezeichnet ist. Die Pyrenäen Karten sind halt nicht 100%
 
Tourdauer:             8:12Std
höchste Höhe:        2525m
Bergauf:                 1010m
Bergab:                    872m
Länge:                  16,97km

7.Etappe: 16.09.2011- Refuge de Besiberri- Refuge des Restanca
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe 
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
 12. Etappe/ Abreise
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Auf dem GR 11- teilweise
In der Nacht herrlich geschlafen. Ich hab die Hütte und das ganze Besiberri Tal für mich, fühle mich einfach gut.
Jedoch ist der blaue Himmel fort, ausgetauscht gegen etwas  milchiges, trübes. Die Luft ist feucht. Regen fällt bisher nicht.
Um 9:15 stehe ich bereit vor der Refuge. Ein Schild zeigt zum Coll dels Avellaners (auf der Karte Col d' Abellers- führt zu Ortschaft Caldes de Boi), eine Route die ich von der Refuge ganz gut Einsehen kann und die in wildes und steiles Gelände führt. Ich gehe nach Nordosten- Richtung Coth dera Canau de Rius. Wenige Steinmänner leiten mich durch wegloses Gelände hinauf.  Auf 2370m bilden die Felsen einen  schmalen Kanal, mehr oder weniger Kletternd überquere ich die Brocken. Es öffnet sich ein Kessel dessen Wände steil in die Höhe schießen. Spuren  und Markierungen finde ich hier keine. Ich suche die Berghänge nach einem Pfad ab, erkenne  etwas das eine Spure sein könnte. Wirklich wohl ist mir nicht. Das Gelände ist mir zu wild, das Wetter fraglich, der Pfad ebenso. Und bestimmt wird heute kein anderer Wanderer auftauchen den ich mal nach dem Weg fragen kann. Da will nicht hoch, nicht heute, ist mir alles nicht geheuer.
(Mittlerweile habe ich einen Track gefunden Restanca-  Besiberri)
Auf der Karte (Editorial Alpina: Val d'Aran 1:40.000 sind noch  zwei andere Möglichkeiten eingezeichnet um auf die andere Seite des Bergzuges zu kommen (Richtung- Estanyet de Molar Gran, weiter über den Pass in Nachbar Tal). Ich drehe also um und suche im Abstieg nach Wegzeichen, Steinmännern und Spuren und kann nichts, gar nicht das nach Endecken. Ich bin gar nicht glücklich..... aber es geht für mich nicht anders, - Abstieg- auf dem gleichen Pfad.
Ich erreiche wieder das Noguera Ribagorcana Tal und folge dem GR 11Tal aufwärts. An der Refuge de Conangles zapfe ich Wasser- die bewirtschaftete Hütte mach einen sehr guten Eindruck (auf der Karte ist sie als nicht bewirtschaftet Eingezeichnet).
Wo geht es heute überhaupt hin- ich werde weiter dem GR 11 folgen.....  Am Tunnel de Vielha wird noch immer gebaut, keine einladender Ort für Wanderer, doch befindet sich hier die bewirtschaftete Refugio de Espitau de Vielha. Der GR 11 zweigt hier in das Conangles Tal ab, zuerst gehe ich auf Piste, der Weg wird schmaler. ein paar Wanderer kommen mir entgegen, sie stecken schon in Plastik. Kurz darauf ziehe ich mir auch Regenjacke und Hose an, es beginnt zu regnen.
Der Weg wird nun steiler,  ist dabei gut markiert und gut zu erkennen. Je höher ich komme desto ungemütlicher wird das Wetter, am Port de Rius (2340m) weht mir ein kräftiger Wind ins Gesicht. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen gehe ich entlang des Lac de Rius. Ich bleibe auf dem GR 11, zweige nach dem See nicht zum Lac de Mar ab an dem der HRP vorbei führt. Mir ist das Wetter einfach zu schlecht. Im Barranco de Rius wird der Wind schwächer, es ist so nicht mehr ganz so kalt. In meinen Schuhen quietscht das Wasser, ich habe keine Ahnung ob die Stiefel undicht sind oder das Wasser von oben hineingelaufen ist. Jacke und Hose bleiben aber dicht. Der Pfad ist problemlos erkennbar und hat keine Schwierigkeiten. Auf 1960m folgt der Weg der Bergflanke, führt hier nicht ins Tal, sondern nochmals in ungemütliches Gelände, erst über Felsen und Blöcke , dann zu einem sehr steilem Pfad. Macht mir gar keinen Spaß hier hoch zuklettern, anstrengend, rutschig, nass- ich bin eigentlich schon auf Kaffee eingestellt. Anderen macht das genauso wenig Spaß, ein Rucksack ist zu schwer für den rutschigen Aufstieg, steht hier alleine am Weg und wartet darauf vom stärkeren Partner abgeholt zu werden.
Kurz darauf erreiche ich die Refuge de la Restanca -2010m - (- Webseite). Eine recht große Refuge für bis zu 80 Menschen- jetzt sind so 15 Leute hier, noch überschaubar, noch gemütlich. Jetzt aber schnell raus aus den nassen Klamotten, unter die Dusche- T- Shirt und Unterwäsche waschen und dann etwas warmes trinken.
Im Laufe des abends wird das Wetter immer schlechter,  ein  starker Wind pfeift um die Hütte, es regnet kräftig und dichter Nebel liegt auf dem See. Ich bin froh nicht im Zelt zu hocken!
 
Zuerst nicht genug Mut und Kraft gehabt, dann die auf der Karten eingezeichneten Wege nicht gefunden
(Richtung- Estanyet de Molar Gran, ich denke dort sind keine markierten Wege vorhanden).
Dann Rückzug auf Bekannten und recht unkomplizierten Wegen zum GR 11
 
 
Tourdauer:              8:55Std
höchste Höhe:         2430m
Bergauf:                  1370m
Bergab:                   1590m
Länge:                  ca. 20km

8.Etappe: 17.09.201- Refuge de Restanca- Refuge de Colomers
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe 
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
12. Etappe/ Abreise
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Auf dem GR 11- teilweise
Blödes Bett erwischt, direkt an der Schräge des Daches und beim Ausstehen hau ich mir erstmal ne Beule an den Kopf. Ich schaffe es trotzdem in den Gemeinschaftsraum und Frühstücke. Das Wetter ist ein klein wenig besser, es regnet nicht, kaum Wind, aber reichlich Nebel, sichtweite so 30 m. Ich grübele ein wenig herum, soll ich auf klare Sicht warten.... ? Ich entscheide mich für das weitergehen, ohne festes Ziel - wenn das Wetter jedoch nicht besser wird, folge ich dem GR 11 und gehe zur Refugi de Colomers. Die Etappe kenne ich schon, sie hat keine besonderen Probleme. Geplant hatte ich den Parc Nacional d'Aigüestortes i Estani de Sant Maurici kreuz und quer zu durchqueren, bei diesem Wetter kann ich das jedoch vergessen.
Um 8:45 verlasse ich die Refuge und steige auf einem gut erkennbaren  Weg südöstlich bergauf. Auf ca. 2240m erreiche ich unproblematisch den Lac deth cap deth Port. Die Orientierung ist unschwierig, der Pfad ist gut zu sehen, Steinmänner und Rot/ Weise Markierungen helfen bei der Suche. Mal gehe ich durch dichten Nebel  mit geringer Sicht, mal verzieht sich die graue Soße ein wenig (Rückblick zum Lac deth cap deth Port). Der Weg wird etwas ungemütlicher, kein einfacher Pfad sondern dicke Blöcke und Geröll während des Aufstieges zum Coll de Crestada - 2476m- den ich um 10:20 erreiche. Ich fühle mich gut, freue mich auf neue Wege und zweige so kurz nach dem Coll zur Refugi de Ventosa i Calvell ab- trotz des Nebels. Wenn ich etwas Wetterglück habe schaffe ich doch meine geplante Strecke. Ein Holzpfosten zeigt den Abzweig an. Mal ist ein Pfad gut zu erkennen, mal nur mit gutem Auge. Holzpflöcke und Steinmänner helfen bei der Wegsuche. Der Nebel taucht die Landschaft in ein unwirkliches Licht, ich bin in Hochstimmung, trotz Wasser Einbruch in den Schuhen.. Mehrere Seen passiere ich, gehe immer wieder an Bächen entlang. Unproblematisch erreiche ich Mittags die Refugi de Ventosa i Calvell. Ich wringe meine Socken aus, und hänge sie draußen in den Wind und in wenigen Sonnenstrahlen die jetzt ab und zu mal scheinen. In der Refugi wird geputzt, emsiges treiben der Wirte. Ich bekomme trotzdem Kaffee und eine Picknicktüte, mit reichlich leckeren Sachen drin. Mir wird langsam wieder warm. Mit Hilfe der  Karte checke ich die Möglichkeiten,  zum hier Übernachten ist es mir einfach noch zu früh. Ein paar Spanier empfehlen mir bei diesem Wetter und der Uhrzeit nicht über den Collett de Contraix zu marschieren - der Weg ist schwieriger und länger, sondern über den Port de Colomers Richtung Refuge de Colomers zu gehen.
Ein wenig später bin ich unterwegs, die Socken sind weiter Nass. Zum wechseln hab ich nur ein Paar mit, und die trockenen brauche ich Abends.
Die Refugi verlasse ich in Richtung des Vall de Colieto. Schnell begeistert mich die abwechselungsreiche Landschaft- steile Felsen, Seen und Bäche, wunderbar. Am Ende des Estani Gran de Colieto achte ich nicht auf die Markierungen (sogar Schilder gibt es hier) und gehe in die falsche Richtung (rechts- nach Süden), mühsam ein Geröllfeld  hoch ( Richtung Punta Alta de Comalesbienes). 400 Höhenmeter umsonst...
Wieder im Tal- 2190m- "Grad aus" geht es zum Collett de Contraix, "links" ist meine Richtung. Steinmänner und eine Spur führen mich einen Grashang hinauf. Die Wolken sind immer nah, mal gehe ich in der grauen Soße, mal sind sie entfernter mit viel Dramatik. Weite Blicke gibt es heute nicht. Die Orientierung ist trotz der eingeschränkten Sicht und teils schwachen Spuren nicht wirklich schwierig. Ich passiere den Estany de Colieto, ein recht steiler Anstieg folgt. Ab 2480m folgt der Pfad der Bergflanke recht gemütlich ohne Höhenmeter. dann erreiche ich wildes felsiges Gelände. Der Bach hat ein tiefes "V" in den Berg geschnitten, ab und zu brauch ich die Hände um mich hier zu sichern. Wenig später ereiche ich den Port de Colomers- 2605m. Hier oben treffe ich sogar zwei Wanderer, die beiden kommen sogar aus Deutschland. In den Pyrenäen sind nur wenige Deutsche unterwegs, jedenfalls treffe ich kaum welche, mal an den Hütten- aber insgesamt ziemlich selten. Und heut laufen mir auf dem Port de Colomers bei diesem blödem Wetter welche über dem Weg. Es ist kühl hier oben, so Unterhalten wir uns nur kurz- "Wie ist der Pfad, wie ist die Markierung..... " und schon trennen sich die Wege.
Der Abstieg in den Cirque de Colomers führt unbequem über Geröll und Schutt. Ab ca. 2400m ist das Gelände flacher und bequemer zugehen. Der Pfad ist nicht immer gut auszumachen, ich verliere die Spuren und Markierungen (Steinmänner und ab und zu Rot/Weiß), Ausgerechnet jetzt steh ich im Nebel und kann nichts sehen....... für kurze Zeit lichtet sich der Nebel, ich sehe ein paar Markierungen und folge Problemlos (außer das es mittlerweile gut regnet und das Wasser in den Schuhen steht) einem Pfad bis zur "neuen"  Refugi de Colomers 2135m. (- Webseite). Die Refugi ist umgezogen, sie steht nicht mehr an der Staumauer des Sees, sondern ca. 300m entfernt an der Westseite des Lac de Colomers.
Noch funktioniert nicht alles, ich muss kalt Duschen....
Etwas später, es ist schon dunkel, trifft noch ein Paar ein. Beide sehen ziemlich fertig aus. Sie sitzt am Tisch und weint.... nach einer heißen Suppe kann sie jedoch schon wieder lachen..... .
Was ist passiert, die beiden gingen vom Wanderparkplatz unterhalb der Refugi los und wollten den Cirque de Colomers erwandern. Bei Regen und Nebel verloren sie Pfad und Orientierung und irrten einige Stunden umher. Als die Dämmerung einbrach kam auch die Sorge wie eine Nacht ohne  Zelt und Schlafsack überstanden wird. Dann wird doch rechtzeitig ein Weg entdeckt und die Refugi erreicht. Bei Temperaturen in der Nacht knapp über Null ° und Regen hätte das böse Enden können....
 
Auch bei Nebel klappte die Orientierung recht Problemlos.
Wanderer ohne entsprechende Erfahrung können in bei diesen Wetter/ Sichtverhältnissen jedoch in Schwierigkeiten geraten
 
Tourdauer:              8:45Std
höchste Höhe:         2610m
Bergauf:                  1070m
Bergab:                     944m
Länge:               ca. 16,20km

9. Etappe: 18.09.2010- Refuge de Colomers- Salardu
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe 
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
12. Etappe/ Abreise
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Nur eine Handvoll Menschen übernachten in der Refugi.  Die Nacht ist so ruhig und ich kann gut Schlafen. Ein entspannter Tag beginnt, nur das Wetter ist weiter mies, Nebel und es regnet leicht. Mein Plan ist - ich werde heute nach Salardu absteigen, dort etwas zu Essen kaufen  und Morgen- spätestens Übermorgen bei schönem Wetter weitergehen.
Um 9:30 bin ich auf dem Weg. Vorbei am Estany Major de Colomers ereiche ich  die alte Refugi de Colomers, am Staudamm des Sees. Die Sicht ist schlecht, der Pfad aber markiert. Direkt hinter dem Damm gehe ich in ein jetzt feuchtes und und mit Bäumen und Büschen bewachsenes Tal. Wenig später erreiche ich die Piste, jedoch nur für ca. einen Kilometer- dann gehe ich wieder durch den Wald  des Arriu de Aiguamog. Ein bequemer Pfad, der immer leicht bergab führt. Der Weg macht mir Freude, vorbei an Bächen, Bäumen und  mit Gras und Bäumen bewachsene Lichtungen. Obwohl das Licht trüb ist zeigt der  Wald viele Farben, es ist schön hier.
Ab Banhs de Tredos ist wieder Pisten/ Asphalt laufen angesagt, und das für die nächsten 8km...... ( schöner wäre sicherlich der PR 111 oder ein Pfad über den Mont Romies- siehe -Editorial Alpina, Val d'Aran) Um 14 Uhr ereiche ich Salardu, im Val d' Aran.
Es ist Siesta. kaum ein Mensch auf den Füssen, alles hat zu. Leider auch das Xalet Juli  Soler i Santalo (Refuge des CEC)
Weiter zur Refugi Rosta- Siesta, ein Zettel hängt an der Tür - geöffnet ab 17 Uhr......
Irgendwann habe ich keine Lust  zu  warten und nehme mir ein Zimmer, direkt neben dem kl. Einkaufsladen am großem Parkplatz im Ort. Der Laden ist auch zu, da aber beides den gleichen Leuten gehört kann ich schnell etwas Einkaufen. Das Zimmer ist sehr gut, ein super bequemes Bett, weisse Bettwäsche, ein richtiges Badezimmer mit reichlich heißem Wasser zum  Duschen, das Duschen so dauert etwas länger.
 
Eine lange Asphalt Strecke von Bahns de Tredos nach Salardu, besser ist sicherlich der PR111oder ein Pfad über den Mont Romies
 
Tourdauer:              4:43 Std.
höchste Höhe:          2140m
Bergauf:                       66m
Bergab:                      933m
Länge:                ca. 14,50km

10.Etappe: 19.09.2010 Salardu - Refugi Gracia Airoto
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe 
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
 12. Etappe/ Abreise
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Auf dem HRP
Ich habe super geschlafen, ein richtiges Bett ist schon eine tolle Erfindung. Ich frühstücke gemütlich, übrigens nicht das "typisch" südländische, sondern sehr reichhaltig mit Wurst / Käse / Marmelade / verschiedenen Broten.... und Kaffee bis zum abwinken.
Um 9 Uhr stehe ich auf dem Parkplatz. Es ist kühl, in der Nacht hat es leicht gefroren. Ein Auto hält an und Alain steigt aus- ein bekanntes Gesicht. Wir treffen uns nun zufällig das dritte mal- an der Refugio de Viados, der Restanca und nun hier. Er verbrachte die schlechtwetter Tage  gemeinsam mit seiner Frau in Vielha.
Wir folgen der Strasse durch den Ort bergauf, verlassen diese nach ca. 450  nach Links, noch ein paar Meter asphalt- dann beginnt ein Pfad der uns nach Bagergue, ein kl. Dorf  führt. Zwischen den Bäumen ist sehr schön der Aneto (3475m ) mit seinem Gletscher zu sehen. Wenige Meter gehen wir in Bagergue auf Asphalt, folgen dort nicht weiter der Straße sondern dem kleinem Weg rechts  in den Wald. Der Pfad steigt an und endet auf einer Piste. Von hier können wir  Maladetta und das Val d' Aran wunderbar überblicken. Endlich wird es wärmer- wir sind aus dem Schatten heraus Wandern in der Sonne. Im Winter wird hier Ski gefahren, Pisten  und Lifte sind vorhanden. Wir erreichen eine Straße, queren diese, und folgen weiter dem Pfad Richtung Plan de Beret. Aus irgendeinem Grund verabschiede ich mich und gehe Querfeldein nach Rechts über Grasflächen, ich weis nicht mehr warum.... . Besser ist es dem Pfad noch ca. 300m zu folgen und dann an der "Kreuzung" nach rechts zu gehen (eine kl. Hütte steht hier- Cab. .... deth Carona). Hier erreicht man einen Parkplatz (Orri) ca. 1860m, noch ein paar Meter Süd - Ost und ein Wanderpfad beginnt- endlich raus aus dem Skigebiet.
 
Der Tag ist wunderbar- blauer Himmel und fast zu warm zum Wandern. Nach gut 2 km erreiche ich den Estanh de Baciver (ca. 2130m)- Zeit für eine Pause und ein wenig in der Sonne liegen. Ein gut erkennbarer Pfad verläuft an der Nordseite des Sees ..... ich gehe ohne auf die Richtung zu achten am Wasser entlang, verpasse so den Abzweig und und werde erst wieder wach als ich keinen Steinmann, noch  einen Pfad mehr erkenne. Das Gelände ist jedoch unproblematisch, führt durch hartes, trockenes Gras und Steine und leicht bergan. Ich schlag einen Bogen in Richtung des Tuc de Marimanha. Auf ca. 2280m  öffnet sich ein großes Plateau das von den umgebenen Gipfeln- alle um die 2500- 2600m  begrenzt wird. Weiter gehe ich Weg- und Markierungslos in Richtung des Tuc de Marimanha, der sich steil vom Plateau löst. Dieser Tuc ist mein nächstes Ziel, und das sieht gar nicht einfach aus. An den Estanhs des Rosari de Baciver hat eine kleine Wandergruppe viel Spaß, lachend ereichen sie das Wasser. Mir folgt niemand zum Plateau Ende. Ab und zu folge ich Spuren, die ich jedoch immer wieder verliere. Erst unterhalb des Tuc de Marimanha finde ich Wegzeichen- auf 2375m (Steinmann). Ein gutes Stück marschiere ich über Blocksteine, dann klettere ich steil hinauf in Richtung des Gipfels. Zeichen gibt es keine mehr, ich suche mir die "angenehmste" Möglichkeit. Die Aussicht ist fantastisch, ich bin jedoch so mit mir und der Kletterei beschäftigt das ich leider keine Fotos schieße. Völlig ausgepumpt komme ich in der kleinen Scharte rechts vom Gipfel an- ca. 2615m . Zum Gipfel muss ich noch mal so 40m durch steiles und weglosen Gelände rauf.
Spuren sind auf dem Boden... aber nicht in Richtung des Gipfels... ich gehe ein Stück entlang des Grates. Die Tritte verlieren sich, das Gelände wird steil und ohne schwierigeres Klettern geht es hier nicht weiter. Zurück zur Scharte. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das der HRP über den Tuc de Marimanha führt, nichts ist zu erkennen, kein Steinmann , keine Spuren. Viel gegangen wird diese Strecke aber nicht, ein GPS Track findet sich bei Wikiloc nicht. Machbar ist der Anstieg ohne Zweifel, wohl ist mir nicht dabei. Ton Joosten Wegbeschreibung ist diese "You reach the ridge ..... turn left to the Top..."  In der Editorial Alpina Karte "Val d'Aran"  ist eine andere Möglichkeit eingezeichnet,  links vom  Tuc de Marimanha.....
 
Ich mach's anders, gehe nicht weiter aufwärts sondern durch sehr steiles wegloses Gelände bergab, sehr vorsichtig, ein Sturz hätte böse folgen. Ziel ist ein  großes Blockgelände das südlich unterhalb de Tuc de Marimanha liegt. Ca. 200m tiefer und ich stehe zwischen großen Steinen. Ich peile ein paar Bäume  inmitten des Steinfeldes aus, auch wenn das ein Umweg ist. Mühselig steige ich von Block zu Block und erreiche nach ca. einem so 1000m balancieren wieder festen, mit Gras bewachsenen Boden. Das Gelände ist jetzt flach und recht mühelos, mal  mal  gehe ich durch Gras, mal durch kniehohe Büsche, störe dabei einige Vögel die wild flatternd vor mir flüchten, vorbei an ein paar fast ausgetrockneten kl. Tümpeln auf ca. 2300m. Alles ohne Weg und Markierungen. Ich bewege mich etwas oberhalb des Estany Superior del Rosari, wechsele die Richtung- Norden- ab hier ist auf der Alpina Karte wieder ein Weg eingezeichnet. Ab und zu meine ich auch einen Pfad zu erkennen. Am Collada dels Plans (2360m) wieder ein paar Spuren und Steinmänner, ich wende in mich Richtung des Estany de Airoto. In einer Rinne führen mich seltene Steinmänner und Pfadspuren in Richtung des Estany de Airoto, immer wieder verliere ich Zeichen und Pfad- oder ist gar nichts da.... bis ich mich entscheide wagen Spuren bis zum See zu folgen. Hier finde ich dann eine Trittspur durch Kniehohe Büsche. Vorbei am See, dann auf sichtbaren und markiertem Pfad die letzten Meter zur Refugi Gracia Airoto. ich fühle mich direkt wohl hier, schön gelegen und recht gut ausgestattet- sogar Matratzen. Ein ziemlich stiller Spanier übernachtet heute auch hier, freundlich und hilfsbereit, aber er sagt kaum ein Wort außer einem Gruß.
Ich wasch mich am Trog und mach mir einen gemütlichen Abend mit Tütenfutter, Vanille Pudding und stark gesüßten Pfefferminztee.

 

Ab Salardu bis zum  Estanh de Baciver recht problemlose Orientierung- Pfad und   Editorial Alpina: Val d'Aran Karte stimmen gut überein. Auf dem Plateau mit den Estanhs des Rosari de Baciver - wenige Zeichen und Spuren. Zum Tuc de Marimanha, Weglos und ohne Markierungen, suchte hier meinen eigenen Weg- ich folgte nicht dem auf der Karte und später auch nicht dem des HRP- Führers

 

Tourdauer:            9:40Std.
höchste Höhe:         2620m
Bergauf:                  1575m
Bergab:                     650m
Länge:                  ca. 19km

 

Fortsetzung folgt.......

11. Etappe: 20.09.2010-  Refugi Gracia Airoto- Cabane de Pouill
Einleitung
 Anreise
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2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe 
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
 12. Etappe/ Abreise
Kartenausschnitt         Fotos  11. Etappe       Höhenprofil      11.Etappe.gpx (Re klick- speichern unter- evtl. Dateiendung auf gpx ändern)
 
Auf dem HRP
Der Spanier ist früh auf,  im  Schein der Taschenlampe  packt er seine Sachen und verschwindet nach kurzen Gruß.
Draußen ist es  kalt, Reif  im Gras, unter 0 °. Es ist 9:30, die Schatten sind lang. Mir ist kalt, ich muss mich warmlaufen. Wegspuren im Gras und ab und zu ein Steinmann führen mich ohne Probleme zum  Coll de Clot de Moredo (Pano).
Zweihundert Meter tiefer mit ist der Boden grasbewachsen, ein kl. See findet sich. Ein klarer Weg führt nicht durch das recht steile Gelände, ab und zu gibt es Spuren und Steinmänner. Unten angekommen finden sich wieder gute Wegspuren. Das Tal (- Barranco de Moredo) öffnet sich wieder, ich erkenne die Bordes de Moredo- eines der drei Häuser gehört "Xavier" der mir immer wieder Tipps gibt......
Weit gegenüber der Barranco de Comamala und der Mont Roig. Ruhig und sehr Eindrucksvoll ziehen 3 große Geier ihre Runden- ich kann sie recht lange beobachten, sie "schweben" hin und her, immer recht knapp über den Felsen. "Jagdglück" haben sie jedoch keines. Der Bergpfad endet, auf ca. 1980m geht es auf einer schmalen Piste weiter bis zu den Bordes de Moredo- 1700m.(-voher  aber links abbiegen- der Feldweg führt weiter ins Tal)  Die Piste schlängelt sich in weiten Bögen bergab, Abkürzungen  sind möglich, ich habe aber keine Lust sie zu suchen. Ich zapf noch  etwas Wasser am rechten Haus, dann gehe ich durch kniehohes trockenes Gras. Die Spuren sind gut zu erkennen und und zu gibt es mal einen Steinmann. Der Weg führt in einen niedrigen Wald, für ein kurzes Stück gleicht es hier mehr einem Irrgarten teils gebückt muss ich meine Richtung suchen. Aus dem Wald raus überquere ich den jetzt trockenen Comabiera Bach der ein paar Meter unterhalb den Moredo Bach trifft. Ich folge einer Spur... die sich dann wieder verliert.
Ich grüble ein wenig herum-2007 habe ich hier schon einige Erfahrungen gemacht. Mit Christiane stieg ich von Alos d' Isil auf, etwas oberhalb des Moredo Baches. im Dickicht kamen wir nicht weiter, wir schafften es dann mit viel kurven bis zu dem kl. Wald am Comabiera Bach. Fanden dort nicht den Weg.... Christiane war dann so kaputt das wir umkehrten..... . Ich bleib nun auch oberhalb der Bäume, mal gehe ich durch gelbes kniehohes Gras, mal über Tierpfade, immer auf ca. 1490m Höhe. Grünes Gras läst mich vorsichtig sein, hier sind teils tiefe Löcher, nicht gut für die Knöchel. Nach ca. 1000m (Luftlinie) wende ich mich nach Norden, gehe bergab Richtung Alos de Isil, weiter mal Querfeldein, mal auf etwas ähnlichem wie einem Pfad..
An der Kirche in  Alos de Isil (1270m) mach ich erstmal Pause. Auf einer Informationskarte ist der Weg zu den Bordes de Moredo so eingezeichnet- auch der HRP ist in einer anderen Variante eingezeichnet. Der kleine Ort hat Charme, teils sind die alten Häuser schön renoviert, teils sehen sie baufällig aus- sind aber oft noch bewohnt. Bemerkenswert ist das Haus mit den Balkonen am Kirchplatz.... und die Kirche selbst. Nicht alles ist alt, zur Straße stehen auch neu gebaute Apartments... passt nicht wirklich.. Eine Bar oder Einkaufsmöglichkeit gibt es hier nicht.
 
Meine Wanderung endet nun langsam, ich muss mal nach Hause. Die nächste Möglichkeit rüber nach Frankreich zu steigen ist der Port des Salau. Von Alos de Isil führt kein Bergweg weiter, ich muss der Straße folgen- öde, ich mag einfach keine Pisten und Straßen beim Wandern. Rechts von mir fliest der Noguera Pallaresa ins Tal. Kein Auto ist unterwegs..... ich werd wohl knapp 5-6 km über Teer laufen müssen. Doch mal wieder habe ich Glück, Motorgeräusch liegt in der Luft, ein Transporter rauscht heran, ich versuch mal mit dem Anhalterdaumen und wenig später sitze ich neben dem Fahrer. Zwei englische Soldaten sind hier Unterwegs, sie checken die Möglichkeiten einer Gedenkwanderung. Im spanischen Bürgerkrieg sind tausende von Menschen über die  Pyrenäenpässe nach Frankreich geflüchtet- auch über den Port de Salau.
Zwei km hinter Alos de Isil liegt links der Barranco de Comamala, hier führt der HRP zur Refugio Mont Roig. Weitere 2 km weiter steht Refugio del Fornet, ich steige hier aus. Die Cola hier  hatte ich schon fest eingeplant,  die Refugio ist jedoch  schon geschossen. Noch mal 2 km folge ich der Straße, dann geht es Endlich wieder auf Pfade. Ein Schild zeigt die Richtung, rechts ab von der Straße auf einen gemächlichern Weg durch schattigen Wald. Die Bäume werden weniger, die Sonne brennt, mir wird reichlich warm. Ich folge der dicksten Spur, und Lande bei Kühen auf der Weide. Die Orientierung ist nicht wirklich schwierig, gut markiert ist der Pfad jedoch nicht, ich muss genau auf Farbkleckse und Steinmänner achten. Auf einfachen Wegen, aber schon recht anstrengend immer bergauf, ereiche ich um 17:30 den Port de Salau. Ruinen stehen hier.
Abstieg nach Frankreich. Schafe und Wanderer haben eine breite Spur in den Boden getreten. Die Reste von Liftanlagen stehen unschön im Tal. Wie ich später erfahre wurde die ganze Gegend hier abgeholzt, kaum ein Baum blieb stehen. Zum Transport wurden Lifte bebaut die nun vor sich hinrosten. Heute sind die Berghänge wieder aufgeforstet und die Gegend waldreich.
Es wird Zeit einen Platz für die Nacht zu suchen. Auf knapp 2000m, etwas Abseits vom Weg ist eine kl. Hütte (nicht auf den Karten eingezeichnet), Baumaterial liegt hier rum, es sieht nach Arbeit aus. Jetzt ist das kein gemütlicher Ort, außerdem finde ich kein Wasser. Auf zur nächsten Cabane, der Abri Port de Salau (ca. 1850m). Die ist frisch renoviert. Eine interessante Hütte, sie ist halb in den Hang geschlagen, das Dach ist mit Gras und Moos bewachsen. Ich freue mich schon auf einen gemütlichen Abend.... doch nichts gluckst und fliest hier..... ein Schild zeigt aber die Richtung zur "Source" (Quelle). Ich suche die Umgebung ab und finde keinen Tropfen Wasser.  Im Boden ist aber genug flüssiges, das Gras hier ist saftig und  Grün, genug Futter für die Schafe, die hier reichlich sind. Schade.... ich steig weiter bergab. Auf 1550m erreiche ich die Cabane Pouill. Sie scheint von Schäfern genutzt zu werden.. Davor ein Bach mit reichlich Wasser, und im näher kommen erkenne ich Menschen. Ich frage nach Wasser und anschließend ob ich hier übernachten kann. Die Hütte besteht aus 3 Teilen, in der Mitte ein eingerichteter Raum..... und rechts ein sehr einfaches Bettenlager mit Matratzen und ganz links sogar ein einfaches Bad. Der jüngere zeigt mit das Lager und meint "keine Problem, hier kannst du Schlafen". Ich bau mir mein Bett, geh dann wieder raus und wasch mich an der Zapfstelle neben dem Haus.
Anschließend setze ich mich gemütlich an den Tisch vor der Hütte, pack den Kocher aus. Wasser und Tütenfutter in den Titantopf, flamme an. Als Vorspeise gönne ich mit eine Stück Käse, Wurst und  Schokolade. Die Franzosen sind ebenso mit ihrem Abendessen beschäftigt, sie trinken roten Wein, das Radio läuft. Die beiden Versorgen mich ebenso mit Wein, weiteres scheitert an an meinen kaum vorhandenen französisch Kenntnissen.
 
Tourdauer:                9:20 Std.
höchste Höhe:             2140m
Bergauf:                      1698m
Bergab:                       2433m
Länge:                     ca. 21km

12. Etappe / Abreise: 21.09.2010, Cabane de Pouill- Salau-  Saint Girons- Toulouse.....
Einleitung
 Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4. Etappe
keine Etappe
5. Etappe
 
6. Etappe
7. Etappe
8. Etappe 
9.Etappe
10.Etappe
11.Etappe
 12. Etappe/ Abreise
Kartenausschnitt       Fotos  12. Etappe       Höhenprofil      12. Etappe.gpx  (Re klick- speichern unter- evtl. Dateiendung auf gpx ändern)
 
Die letzen Kilometer......
Um 8 Uhr stehe ich fertig  gepackt vor der Hütte. Die Franzosen sind schon lange unterwegs.... ich meine es war 4 oder 5 Uhr. Jetzt  rauscht ein Hubschrauber durch das Tal, an einem langen Seil hängt Material, das nur wenige Sekunden später an der oberen Hütte, der Baustelle, abgeladen wird. Meine beiden Hüttennachbarn Arbeiten wohl an dieser Hütte.
Heute ist ein trüber, feuchter und nicht grade schöner Morgen.
Ich will nicht durch direkt ins Tal absteigen und dann  Piste und Straße folgen, sondern auf dem Pfad gehen der in der Flanke des Berghanges langsam ins Tal nach Salau führt. Unausgeschlafen verlasse ich den Weg der breit hinunter ins Tal führt. Ein schöner schmaler Pfad beginnt, der  immer noch schmaler wird, teils kaum zu erkennen ist. Ab und zu muss ich mich durch Büsche durchzwängen, so etwas macht mir Spaß. Nur ist immer weniger Pfad zu erkennen... ich fange an zu zweifeln, schaue noch mal auf die Karte und entdecke das ich eine Etage- 300 Höhenmeter-  zu hoch laufe. Laut Karte verliert sich dieser Weg im Nichts. Querfeldein versuche ich erst es gar nicht, zu steil und dicht bewachsen ist es hier. Lag sicher am Wein....... .
Um kurz vor 10 erreiche ich Tal und Piste. Ein Wanderer begegnet mir.  Nach drei Stunden und neuneinhalb Kilometern Endet meine Tour in Salau- an der Auberge les Myrtilles. Nichts los hier, kein Mensch auf der Straße. Meine Hoffnung  auf Kaffee und etwas zu  Essen schwindet. Kurz darauf  trottet doch jemand über die Straße und öffnet die Tür des Cafes. Spitze.... ich bestelle Kaffee, Cola für den Durst und ein Crepes aux Myrtilles.  Mittlerweile ist es ein wenig sonnig und somit sehr angenehm. Ich fühl mich gut, sehr gut.
Jetzt muss ich nur noch zum nächsten Bahnhof oder Bus. Trampen wird sicher nicht klappen,  kein Auto bewegt sich auf den Strasse, außer dem Rauschen des Baches "Le Salat" ist hier Stille. Ich bestelle noch einen Kaffee und frage nach einem Taxi.
Wenige Minuten später bringt mir Anouk, die Besitzerin der Auberge,  den dampfenden Kaffee an den Tisch und bietet mir überraschend an, mit ihr im Auto nach St. Girons zu fahren- sie muss dort einkaufen. Was habe ich ein Glück!
 
Abreisestationen:
  • St. Girons (Haltestelle z.B. alten Zugbahnhof - Avenue Berges) mit dem Bus
  • nach Boussens
  • Von dort weiter mit dem Zug nach Toulouse (Bahnhof Matabiau)
  • Nachtzug nach Paris......
  • Am nächsten Morgen mit dem Thalys nach Köln.
 
Und schon wieder Pläne im Kopf......
 
 
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