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Tourenbericht der Pyrenäen Wanderung/ Trekking Tour 2012
-- 17 Tage  auf dem HRP - Hendaye- bis Cauterets --
 
Einleitung:
Jedes Jahr zieht es mich in die hohen Berge der Pyrenäen, der HRP - die Haute Randonnee Pyreneenne - beginnt und endet jedoch auf Meereshöhe und verbindet den Atlantik mit dem Mittelmeer. Für mich ist es mal Zeit, nicht die hohen Wege zu laufen, sondern auf Meereshöhe zu starten und so weit zu gehen wie es mein Urlaub zulässt. Beginn ist somit der Ort Hendaye im Baskenland, direkt an der spanisch- französischen Grenze am Atlantik. Dort ist der Anfang (oder das Ende) von HRP und  GR 10. Der GR 11 beginnt nicht weit entfernt am Cabo Higuer.
Mein Pfad folgt jedoch nicht immer dem HRP, ein größerer Schlenker führt zur Crete de Iparla, ein kleinerer vermeidet längere Pistenwege Richtung La Rhune und noch ein paar kleine Änderungen zur "normalen" HRP Route. Mit der Topo Pirineos und Google Earth ist das sehr gut zu planen.
"Hoffentlich wird mir das Wandern im Baskenland  nicht zu langweilig", dachte ich oft bei der Planung.
Immer wieder Pisten, auch mal  Asphalt, und mehr oder weniger Hügel. Nein- die Tour war auch hier nicht öde oder langweilig. Die Aussichten sind meist sehr schön, die Landschaft im stetigen Wechsel. Tägl. ein rauf und runter mit reichlich Höhenmetern, das Routensuchen fordert immer wieder- der HRP ist ja nicht markiert. Meist nutzt man Pfade und Pisten- aber welche? Das GPS mit der TopoPirineos ist da sehr nützlich. Jedenfalls hatte ich genug Interessantes zu erledigen - langweilig war mir wirklich nicht.
Ganz enttäuschend war der Abbruch der Pic d' Ory Überschreitung, der Wind war an diesem Tag zu kräftig und die zu Sicht schlecht. Das Wetter hatte mal dieses Jahr mal wieder von allem- brütend heiß bis ziemlich frisch-  Regen, Nebel und reichlich Wind. Aber natürlich gab es auch optimale Tage.
Im Juni sind nur recht wenige Wanderer unterwegs, Begegnungen auf dem Weg sind recht selten. In den Hütten ist Ruhe und Platz, die Wirtin der Refuge de Pompie (die recht gut Deutsch spricht) sagte "so ist es immer Anfang/ Mitte Juni".
Ich lernte  diesmal jedoch einige Wanderer kennen und schätzen. Mit Fritz und Margrit war ich von Aldudes bis zur Refuge de Wallon zehn sehr schöne Tage gemeinsam unterwegs. Die beiden hatten 2 Monate Zeit um den ganzen HRP von Hendaye bis nach Banyuls-sur- Mer zu gehen und schafften dies auch. Dazu gesellte sich Frank - ein Franzose- für ein paar Tage. Er hatte viel vor, leider musste jedoch abbrechen. Mit Leonie und Patricia waren wir ab der Refuge de Pombie zu fünft.
Ende der Tour war für mich  nach 17 schönen Etappen in Cauterets.
 
Insgesamt waren es dieses Jahr ca. 315 km und ca. 34.250Höhenmeter:
17650 m bergauf, 16600 m bergab (laut GPS- Track Analyse) in 17. Etappen
Höhenprofil der Tour- klick-
Zu den Fotos der Tour
Bei Flickr - größere Fotos - 1150pix Höhe bis zu 4000pix Breite (Pano)
Als kleinere Internetversion- 1000pix Breite- 750pix Höhe
Panoramen
Kartenansicht der Tour
als topografische Karte oder Satellitenansicht
Alle Etappen mit Höhenprofil (einzeln wählbar)
Zoom bis zum Erkennen von Wegspuren....
Höhenmeter und Km Angaben sind auf der Karte niedriger- die Trackpunkte habe ich reduziert (Ladezeit)
Die Tour als Track im GPX Format
 ( rechts klick speichern unter)
 oder bei bei GPSies
Mit dem GPS - Tracklog  
kann die Tour mit Google Earth über Gipfel und durch Täler nachgeflogen werden.
--  als kml  Datei  --
 Karten
Ich nutzte zur Planung-
Vor allem- die Topo Pirineos  (freie Karte fürs Garmin und PC)
dazu-
Memory map Pyrenees &South/West France (französische IGN auf DVD-1:25:000)  
Editorial Alpina - Baztan (CD)
Google Earth
Papierkarten im Rucksack:
Kartenausdrucke in 1:30.000 (Umgebung des geplantem Tour)
Als Backup im Rucksack- die Carte de Randonnees Rando Edition:
Pays Basque Ouest- Carte Nr.1, Pays Basque Est- Carte Nr. 2, -
beide sind im spanischen Teil jedoch wenig detailliert
und Bearn- Carte Nr. 3
1:50.000"mehr zu Karten"
 
Anreise- 31.05.2012- Solingen/Köln- Hendaye
 
Anreise
1. Etappe
2. Etappe
3. Etappe
4.Etappe
5. Etappe
6. Etappe
Fotos
7. Etappe
8 Etappe
9.Etappe
10. Etappe
11.Etappe
12. Etappe
Abreise 13.Etappe 14. Etappe 15. Etappe 16. Etappe 17. Etappe nach Oben
 
Diesmal ohne den Nachtzug! Anreise in einem Tag!
Leider hab ich die Fahrkarten nicht mehr und kann so die Fahrtzeiten/ Bahnhöfe nicht genau nachvollziehen
 
-- Mit dem ersten Thalys von Köln- 6:44- nach Paris
-- Paris - ich meine Umsteigen in Bordeaux
-- Bordeaux - Hendaye- 19:05
 

1. Etappe- 31.05.2012- Hendaye - Bivac unterhalb des Xoldokogaina -- HRP Etappe
 
Kartenausschnitt
 
Pünktlich am Abend um kurz nach 19 Uhr  erreicht der Zug Hendaye- La Gare des Deux Jumeaux.
Hendaye empfängt mich mit schönem Wetter, blauem Himmel und angenehmen Temperaturen. Ich gehe noch zum Stand, entspannte Menschen gehen dort ihre Abendrunde. Hunde springen, Jogger keuchen.
Ich habe jedoch nicht viel Zeit, heute will ich noch dem Häusermeer entkommen und außerhalb der Stadt in den Hügeln einen Bivacplatz suchen. Ein Stück gehe ich durch den Sand, rieche ein wenig den Atlantik, biege dann ab - auf der Suche nach dem GR 10 (und HRP).
Den finde ich auf der anderen Seite der Landzunge- an der Baie de Chingudy fällt mir der erste Rot /Weiße Farbklecks des GR 10  auf.  Am Sportplatz verlasse ich den Atlantik, biege ab in Richtung der baskischen Hügel. Ich suche immer wieder das Rot /Weiß und schaue auch mal aufs GPS um nicht in die falsche Strasse abzubiegen. Nach 4 km enden die Häuserkolonnen und der Asphalt Hendayes. Die ersten 100 Höhenmeter sind geschafft!
Es folgt mal Piste, mal Asphalt, die N 10 überquert, die A 83 unterquert, ein kleines Stück durch Wald. Kurz nach dem kl. Ort Biraitou nach ca. 8, 5 km verlasse ich die  - na ja - "Zivilisation" und steige den ersten baskischen Hügel auf. GR 10/ HRP folge ich hier nicht weiter, beide führen hier in der Flanke des Hügels über eine unschöne breite Piste. Ich steige über etwas schmalere Pfade aufwärts in Richtung des Xoldogaina- irgendwo dort oben will ich einen Platz zum Übernachten suchen.
Es wird langsam dunkel, der Himmel über dem Atlantik glüht. Ich erreiche einen kleinen Pass, störe die dort grasenden Pferde, gehe zu den Felsen abseits und finde eine schöne Felsplatte. Ein guter Platz für ein Bivac. (350m Höhe)
 
Tourdauer:           02:50 Std.
höchste Höhe:         350 m
Bergauf:                  511 m
Bergab:                   172 m
Länge:                    9,9  km

2. Etappe- 1.06.2012- Bivac unterhalb des Xoldokogaina- Bivac am Col de Ibanteli (über La Rhune) -- HRP Etappe
 
Anreise
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Fotos
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Kartenausschnitt
 
Ein wunderbarer Morgen, die Ebene zum Atlantik ist noch vom Morgennebel bedeckt, hier oben ist es klar und die Sonne vertreibt den Tau vom Schlafsack. Ich habe wunderbar geschlafen, fühle mich gut.
Um 8:20 bin ich auf dem Weg. Folge Spuren über weichen Grasboden bergauf. Die Umgebung ist mit  hüfthohen Gebüsch bewachsen. Vom  Xoldogaina -482m -bietet sich dieser Blick. Der Pfad wird breiter und führt bergab zum Col des Poiriers (Höhe ca. 315m) und vom Pass wieder bergauf. Für ein kurzes Stück zweige ich vom HRP ab, um den Manttale -570m- zu begehen und folge hier den Spuren und Grenzsteinen auf dem Bergrücken. Es läuft sich sehr einfach und leicht, die Pfade sind gut und die Auf- und Abstiege nicht steil. Und durchaus "einsam", hier am Manttale treffe ich den ersten Wanderer. Kurze Zeit später ereiche ich Ibardin- eine Ansammlung von Geschäften und Restaurants- hier läst sich preiswert Einkaufen... wegen irgendwelcher Zoll Vorteile.
Ich Esse und Trinke hier etwas, leihe mir eine Zange um meinen Trekkingstock zu lösen, den ich nicht mehr verstellen kann  und marschiere weiter. Unterhalb der Geschäfte, am Col de Ibardin, trennt sich GR 10 und HRP (317m). 
Der HRP führt recht langweilig (so sieht es in Google Earth aus) über reichlich Piste nach La Rhune. Ich nehme daher für ein paar Meter den GR 10 und suche dann meine eigene Route über schmalere Pfade. Aufstieg in Richtung des "Armalgana". Hier am  Armalgana muss ich etwas suchen, folge zuerst dem breitem Fahrweg... kehre um um zwischen den Büschen meinen Pfad zu finden. Der führt dann durch hohe Büsche bergab bis zu einer Asphaltstrasse der ich weiter ins Tal  folge. Ein paar Häuser auf der anderen Bachseite erscheinen, über die Brücke, dort an den Häusern vorbei (mit einer Bar... ). Durch den anschließenden Wald führt dann ein schöner schmaler Pfad. Der Wald ist feucht und kühlt, es ist ein schöner warmer Tag heute. Ein paar Meter weiter erreiche ich wieder den GR 10, der dann auf breitem Pfad bis "Deskargahandiko Lepoa" oder Col de Descarga- 276m führt. Hier zweigen mehrere Pfade in alle Richtungen ab- ich nehme erstmal den falschen. 
Mittlerweile ist es heiß- zu heiß. Über gute Pfade, teils recht steil, gehe ich bergauf- die Hitze quält mich. Trotz Hut brennt mein Kopf. Blöderweise hab ich nicht genug getrunken, Möglichkeiten waren da, aber im Wald spürte ich die Wärme nicht. Jetzt brennt die Sonne, ich schleppe mich hier hoch und muss mit dem Wasser haushalten. Vorbei am Subizia und Petit la Rhune (699m).  Am Grenzstein B 23 -679m- folge ich der kleinen Strasse, ich bin zu ausgedörrt um den steilen, direkten Aufstieg nach La Rhune zu gehen. Hier oben (905m)  tummeln sich reichlich Tagestouristen von denen kaum einer  den Berg zu Fuß ereicht hat, sie fahren mit der (wohl sehr lohnenswerten) Zahnradbahn der Chemin de Fer de la Rhune  (Wanderkarte um La Rhune).
Ich gehe erstmal etwas Trinken und eine Kleinigkeit Essen, hier oben gibt es natürlich Bar und Restaurant. (Blick von La Rhune ...)
 
Es dauert etwas bis ich den Abstiegspfad gefunden habe. Der führt kurz und steil auf einem steinigen Bergpfad hinunter. Dann über gemütliche Graswege und anschließend wieder etwas steiler durch Büsche und Bäume zur Refugio en mal Estado - 320m. In einer Ecke liegt recht sortiert eine Matratze und einiges an Klamotten drin, in den anderen Ecken jedoch Schutt und auch Müll. Die Hütte ist zugig und eher Abbruchreif!
Von dort folge ich der Piste, die mich bis zum Col  de Lizuniga - 230m Höhe - führt (Mit Restaurant, Bar, Übernachtung- jetzt Anfang Juni noch geschlossen- Wasser an der Strasse Richtung Westen). Ich überquere dort die Strasse- NA 4410- folge der Piste und biege dann nach so 340m links ab. Für ein Stück verlasse ich den HRP- der folgt hier weiter der Piste.
"Mein" Pfad ( nicht auf der Pays Basque Ouest- Carte Nr.1) wendet sich nach Osten in den Wald, am Bach zapf ich Wasser...... und biege nach Süden ab, immer auf gut erkennbaren Wegen  Ich schau noch mal schon nach La Rhune zurück Nun geht es stetig  aufwärts, fast ohne Kurven. der Aufstieg macht Spaß, der Weg wird immer schmaler, führt durch kühlenden Wald, trotzdem für mich sehr anstrengend- ich brauche immer wieder kurze Pausen. Kurz nach 20 Uhr erreiche ich die Kuppe (605m) , unterhalb des Ibanteli 699m.
Ein schöner Platz, es sehr ruhig hier. Für den Ibanteli bin ich zu müde und es ist zu spät- der Blick von dort ist jedoch schön (siehe Fotos im Netz)
Ich baue das Zelt auf, esse Tütennudeln mit Pilzsoße und falle schnell in den Schlaf.
 
Ein anstrengender Tag mit reichlich Höhenmetern auf guten Wegen. 
Bei gutem Wetter keine großen Orientierungsprobleme.
 
Tourdauer:           10:00 Std.
höchste Höhe:         550 m
Bergauf:                1705 m
Bergab:                 1432 m
Länge:                   21,5 km

3. Etappe- 2.06.2012- Bivac am Col de Ibanteli- Ferme Esteben (Gite) --teils HRP, teils selbstgestrickt
 
Anreise
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Fotos
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Kartenausschnitt
 
Ich bin schon recht früh Unterwegs. Um kurz nach acht ist alles gepackt und der Rucksack am Rücken. Beim Bivac frühstücke ich meist nicht, es ist mir morgens meist zu frisch und ich will einfach los. Am Himmel stehen heute reichlich Wolken, hoffentlich wird es nicht wieder so heiß.
Hier ist wieder eine breite grasbewachsene Spur gut zu erkennen, drumherum Farne. Ein dutzend Pferde kommen mir zuerst ruhig entgegen, dann fallen sie in den Galopp und Rennen durch das Grün. Ein toller Anblick. Nur wenig später erreiche ich den Col de Lizarrieta (440m). Alle Schlagläden sind zu, die Bar etc. hat geschlossen. Ich bleibe auf der Piste (Süd- Osten) die etwas langweilig, aber halt auch einfach zu gehen ist. Wer will kann jeden der Hügel erklimmen und die Grenzsteine abklappern- oder über den GR 11 gehen der auf der Südostseite des Rücken verläuft und laut Karte und Google  Earth über schmale Pfade führt.
Den Hügel mit dem Grenzstein Nr. 49 marschiere ich hoch in der festen Überzeugung das hier eine eingefasste Quelle ist- die finde ich dort nicht- sie ist ja direkt an der Piste. Dort suche ich jedoch nicht und gehe ohne aufgefüllte Wasserflaschen weiter, recht gemütlich und alleine- mir begegnet niemand. Am Col de Nabarlatz treffen mehrere Pisten aufeinander. HRP und GR 11 führen nach Süden, ich verlasse hier die Haute Route und gehe über selbst verknüpfte Pfade Richtung  "Crete de Iparla", ein spannendes Ziel das ich kennenlernen möchte.
Ab und zu tauchen Wegweiser auf  sie bringen mir nur nicht wirklich viel, da auf der Topo Pirineos und den Karten der Rondo Edition die PR Wege selten mit ihrem "Namen" eingetragen sind.... da sind die spanischen Editorial Alpina etwas nützlicher. Aber wirklich nötig sind die "Namen" nicht- die eingezeichneten Pfade in der Topo Pirineos sind meist zuverlässig.
Ich verlasse also den HRP am Col de Nabarlatz und gehe auf  Forstwegen Richtung dem Berg Atxuria (758m ). Am Grenzstein B 54 vereinigen sich mehrere Bäche, ich zapfe Wasser und frühstücke hier.
Den Atxuria Umgehe ich südlich. Erreiche den Grenzstein B 56 (drei stehen dort) und folge nach einer 165 ° Drehung der Piste. Die Endet und geht in einen schmalen Pfad über. Bei Ibaneta wieder Pisten und mehrere Dolmen.
Den folgenden Mendibil (620m) umgehe ich nördlich, zuerst auf breitem Pfad und dann auf kaum erkennbaren Spuren. Die Gipfel haben nun einen anderen Charakter, nicht mehr grüne Hügel, sondern felsige Spitzen und teils mit steilen Abbrüchen.
An der die Aspaltstrasse am Collado de Urbia 433m  verweile ich nicht, kein schöner Ort. Nun folgt eine öde und breite Piste... es ist warm, das gehen hier langweilig und ich irgendwie unglücklich das ich  Atxuria oder Mendibil nicht überschritten habe ( - zum Einstimmen- Pano vom Atxuria). Die Aussicht von dort Oben ist sicher fantastisch  und der Aufstieg ein Highlight gegenüber den recht unspektakulären Pisten und Wegen denen ich bisher folge. Urdax ( 90m Höhe) erreiche ich gegen 14 Uhr, meine Laune ist nun etwas besser, der Abstieg durch den Wald  nahe Urdax hat Spaß gemacht. Ich suche mir eine Bar, mache es mir gemütlich,  esse und trinke. Es ist jetzt deutlich kühler als gestern, im T- Shirt ist es nur in der Sonne und in windstillen Ecken angenehm.
Knapp eine Stunde später (viertel vor drei) suche ich wieder den Weg. Das GPS ist selbst auf solchen Wegen eine große Hilfe, es vermeidet Umwege und Unsicherheiten. Über eine recht schmale Asphaltstrasse bergauf, vorbei an Bauernhöfen zur N 121 B. Diese überquert. Weiter auf Asphalt bis ich diesen endlich verlasse und zwischen Farnen Aufsteige. Über Piste und schmalere Pfade  ereiche ich den "Hügelrücken", ca. 500m Höhe. Nun führt eine meist gut sichtbare Spur bis unterhalb des Lizartzu. Ich folge diesem Bergrücken sehr gut gelaunt, mir gefällt es hier, ich singe vor mich hin und werde von keinem Menschen gestört. Es steht eine Wetteränderung an, die Sicht ist diesig, es ist deutlich kühler als gestern.
Dann wieder eine Piste die zum Col Gorospil (650m) führt. Dort nicht der Strasse (geht aber auch- ist nur länger) folgen sondern dem Feldweg, nach 140 m rechts ab, auf schmalem Pfad bergab bis zur Ferme Esteben (560m). Esteben ist ein Bauernhof der Wanderern Unterkunft und Mahlzeiten bietet. Der GR 10 führt hier vorbei. Ich bekomme ein richtiges Zimmer mit Bett und Bad für mich alleine, und sogar frische Handtüchern liegen bereit. Das Essen ist gut. Eine Gruppe Franzosen ist vor Ort die auf dem GR 10 Unterwegs sind. Wir versuchen eine Unterhaltung, die scheitet mal wieder an meinen mangelnden französisch Kenntnissen. Wir schaffen nur ein paar grundlegende Basics- wo geht du hin , was macht ihr. Die Gruppe hat jedenfalls viel Spaß.
("Halbpension"- ca. 40 €-bin mir nicht mehr ganz sicher.... )
 
Ein recht unproblematischer Tag, außer das es immer möglich ist den falschen Weg einzuschlagen. Mit Karte kann das mal passieren, mit dem GPS und der Topo Pirineos ist die Orientierung unschwierig.  Rote "Links" zu Wegmarkierung in Google Earth
Die Wanderung hat keinen wirklichen Höhepunkt und kann so teils etwas langweilig sein.... ein Aufstieg zum Atxuria wäre so ein Höhepunkt.
 
Tourdauer:           09:35 Std.
höchste Höhe:         677 m
Bergauf:                1000 m
Bergab:                 1050 m
Länge:                   23,0 km

4. Etappe- 03.06.2012- Ferme Esteben- Bivac am Col d' Astate (Crete d' Iparla)-- Etappe des GR 10
 
Anreise
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Kartenausschnitt
 
In der Nacht beginnt es zu regnen, Wind weht. Schlagläden klappern.
Am Morgen ist es nicht besser, Regen, tiefe Wolken, es ist frisch. Ich lasse mir so Zeit, Frühstücke gut, grüble über den Tag, wie lange soll ich bei diesem Mistwetter gehen und wo übernachten. Heute soll es eigentlich auf die Crete d' Iparla führen. Eine aussichtsreiche Wanderung mit reichlich Höhenmetern und nach Osten steil abfallenden Grat.
Um 10 Uhr gehe ich, warm und dicht verpackt in Regenhose und Regenjacke, los. Mal schauen wie weit ich es heute schaffe- kommt auf das Wetter an. Die Sicht ist jetzt am Morgen schlecht, meist gehe ich im Nebel, selten sieht man etwas mehr. Orientierung ist trotz allem unschwierig, immer wieder Unterstützen die rot/ weißen GR 10 Markierungen, zur Sicherheit schau ich ab und zu mal auf das GPS. Über breite Pfade und Asphalt erreiche ich so den Col de Mehatche (720m). Die Straße verlasse ich hier östlich und  habe ich wieder angenehmeren Boden unter den Füßen, zuerst eine ausgefahrene, schlammige Piste, dann Grasboden auf dem die Wegspuren nur teilweise zu erkennen sind. Bei dem Mistwetter fegt mir eine Motocross Maschine entgegen. Nach ca. 1,6 km  erkenne ich im Nebel den Zelaiburu -650m. Der Pfad führt hier noch vor Haus nach rechts (635m). Dort geht es  durch ein schmales Tal, überraschend schön und steil bergab. Der Boden ist nass und teils rutschig. Vorsichtig gehe ich hinab.  Der Abstieg macht Freude, mal endlich etwas spannenderes.
Mir begegnen einige  Ziegen, ihnen scheint das Wetter nicht auszumachen, sie stehen in den Hängen und zupfen gelassen Gras. Der Pfad verliert die Steilheit, bleibt jedoch teils schmal und bringt mich wieder zum Asphalt, der am Bach Bastan bis nach Bidarray führt. Hier unten ist es wirklich sehr grün. Bidarray erreiche ich nach kl. Umweg da ich einen Abzweig verpasse.
Dem offenen Restaurant  im Ort kann ich nicht widerstehen. Pause und etwas Essen und Trinken und vielleicht hier im Ort Übernachten.
 
Das Wetter ist nun etwas besser, es regnet nicht mehr, die Wolken sind locker, blau schimmert es. Mir ist nun wieder warm  und entschieden zu Früh für eine Übernachtung- mich zieht es weiter zur Crete d' Iparla.
Um 14:45 suche ich wieder GR 10 Markierungen. An der Gite Aunamendi biege ich auf die schmale Asphalt Strasse die Richtung  Crete de Iparla führt. Nach ca. 1km habe ich wieder weicheren Boden unter den Füßen, erreiche Bäume und Büsche und steige auf breitem Weg auf. Auf der Höhe 450m verlasse ich die breiten Wege und gehe auf dem Kamm weiter Aufwärts. Der Pfad ist nun schmaler und auch mal steiler im Hang, aber weiter unschwierig. Auf ca. 740m beginnt ein lautes Zikaden Konzert und ein sanft ansteigendes Grasplateau. Ab der Höhe 800m sind links von mir die Steil abfallenden Felsen und rechts ein sanft an Höhe verlierendes Grasland. Ein paar Schafe und auch Pferde Grasen hier oben- Wanderer sind keine Unterwegs- ich bin hier alleine. Meist ist die Spur gut sichtbar, ab und zu gibt es die rot/ weisen Farbmarkierungen. Das Gelände ist einfach zu gehen. Um 17:40 erreiche ich den Iparla Gipfel 1044m. Nun ist schönes und angenehmes Wanderwetter, ich fühle mich wohl und bin sehr zufrieden- und die Aussichten sind toll.
Am Col d' Harrieta (814m)  verabschiedet sich das Weideland, Wald beginnt. Nach ein paar Metern in den Bäumen zeigt ein Schild den Weg zu einer Quelle Abseits des GR 10 an, (ist nicht in der Topo Pirineos eingetragen- ca. 260 m vom  GR 10- nicht 50 m wie auf dem Schild notiert ist) Ich hab zwar reichlich Wasser mitgeschleppt, so muss ich aber nicht mehr sparen.
Nun geht es wieder aufwärts Richtung des Astate (1000m), der Weg ist etwas steiler und von Büschen eng bewachsen. Ich erreiche einen Felsen der einen Überhang hat und so etwas vor Wetter schützt. Ich überlege hier zu Schlafen, marschiere doch weiter- nur noch ein wenig. Den Astate Umgehe ich, bin dem auf und ab etwas Müde. Nur wenige Meter weiter am Col d' Astate (955m) ist der Boden grade und weich, ich werfe den Rucksack ab und bau mein Lager auf.
Zum Abend gibt es nur heißen Tee und etwas Schokolade, ich hab keinen großen Hunger. Die Dolme dort bietet etwas Windschutz für den Gaskocher.
 
Die Etappe folgt nicht dem HRP, sondern dem GR 10- ich baute diesen Schlenker ein, um die Crete d' Iparla zu gehen
Unproblematische Orientierung - auch bei schlechtem Wetter. Langer Aufstieg zur Crete d' Iparla und dort sehr schöne Aussichten. Das Erste mal über 1000m. Die Wege sind ab und zu schmaler, auch mal steiler- haben aber weiter keine Schwierigkeiten.
Wichtig - die Quelle die nur wenig Abseits der Crete d' Iparla liegt (Link zu Google Earth)- nähe des Col d' Harrieta!
 
Tourdauer:           10:30 Std.
höchste Höhe:       1043 m
Bergauf:                1520 m
Bergab:                 1096 m
Länge:                   22,8 km

5. Etappe- 04.06.2012- Bivac am Col d' Astate (Crete d' Iparla)- Aldudes (Gite)- teils GR 10, teils  selbstgestrickt
 
Anreise
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2. Etappe
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4.Etappe
5. Etappe
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Abreise 13.Etappe 14. Etappe 15. Etappe 16. Etappe 17. Etappe nach Oben
Kartenausschnitt
 
Zwei Wanderer erreichen am Morgen den Zeltplatz. Die beiden folgen dem GR 10, und sind über meine Routen Wahl heute -angenehm- überrascht. Der HRP ist ihnen zu schwierig, erzählen sie. Bisher hat der HRP jedoch keine Probleme, die kommen erst in den hohen Bergen. Gegen 10 Uhr ist mein Lager abgebaut und ich auf dem Weg. Das Wetter ist gut, trocken, jetzt am Morgen noch ein wenig kühl.
Auf einfachen Pfaden umgehe ich die nächsten Berge wieder, verzichte auf die Aussicht und muss mich dafür nicht so anstrengen. Am Col de Buztanzelhay, 843 m- verläst der GR 10 diesen Kammweg und führt nach Saint -Etienne- de- Biagorry (ÖPNV, Einkaufen, Camping, Gite ... alles vor Ort)
Ich bleib jedoch weiter hier oben und will auf namenslosen Pfaden nach Aldudes wandern, um dort wieder auf den HRP zu stoßen. Wegspuren sind hier weiter gut zu erkennen, am Col d' Aintziaga 778m jedoch grüble ich über die Richtung und entscheide mich dann Richtig. Ab dem Tuturro wieder links steile Felsen und rechts sanftere schrägen. Ein paar Franzosen begegnen mir hier, die alle bestimmt so um die 70 sind und hier gut gelaunt wandern. Der Pfad ist hier nicht so glatt zu gehen, steinig, und daher gar nicht so einfach für die Gruppe. Rechtzeitig zur Mittagspause komm ich am Col d' Ispeguy- 670m an. Hier ein Multifunktionsladen- Bar und Restaurant, Tabakwaren , Weinladen, Spirituosen, Souvenirs und ein kl. Lebensmittelladen. Einheimische halten hier für einen Kaffee oder die Mittagspause an-  und ebenso Touristen wie ich.
Vom Parkplatz entspringen mehrere Wegspuren, zuerst folge ich dem falschen Weg nach knapp 100 Metern Endet dieser. Ich kehre um und erwische dann den richtigen "Weg" der jetzt durch einen Wald und knietiefes Laub führt. Die nächsten 8 km Luftlinie folgen meist dem Bergrücken-  die höchste Höhe ist 1034m, wobei ich die höheren Gipfel umgehe. Eine abwechselungsreiche Strecke mit Piste, schmalen Pfaden  und auch steinigen Abschnitten.
Mal gehe ich über Gras, zwischen Büschen, mal durch Wald. Teils ist der Pfad klar zu erkennen, teils brauch ich ein gutes Auge um Spuren zu erkennen und teils ist es Weglos.
Mal gibt es farbige Wegzeichen, ab und zu Steinmänner und auch markierungslose Abschnitte. Zweimal laufe ich daher verkehrt und und brauche dann das GPS.
Nach dem Urrsuka, am Grenzstein B 117, Col de Berdaritz (689m) zweigen mehrere Pisten ins Tal ab. Ein Paar Endurofahrer helfen mir bei der Entscheidung, welches die richtige Piste nach Aldudes ist.
Um 17:40 ereiche ich Aldudes, mit einem gemütlichen Dorfplatz. Ich gehe weiter, suche die Auberge Erekka Gorri (Ton Joosten empfiehlt sie) am Ende das Ortes. Die hat nur zu! Im Hotel (BAILLEA) am Dorfplatz gibt es noch keine Betten- nur etwas zu trinken.
Dort sitzen dann Margit und Fritz beim Bier, zwei Schweizer die den HRP gehen, wie ich später erfahre. Wir kommen ins Gespräch und machen uns anschließend gemeinsam auf Zimmersuche- auf das Zelt haben wir heute keine Lust. Wir freuen uns auf eine heiße Dusche, ein Bett und gutes Essen. Vom Dorfplatz in eine Gasse hinein, dort finden wir eine mit alten Möbeln geschmackvoll eingerichtet Gite. Abends gehen wir gemeinsam Essen und verabreden uns zum Frühstück für den nächsten Tag.
 
Ab dem Col de Buztanzelhay sind in der Karte der  Rando Edition (Pays Basque Est) und in der Alpina Karte (Baztan) keine Wege dieser Etappe eingezeichnet.
In der Topo Pirineos sind diese vorhanden.
Wichtig- genug Wasser mitnehmen, außer in der Bar am Col d' Ispeguy gibt es nichts.
Die Tankstelle in Aldudes verkauft natürlich Sprit und ist gleichzeitig der Lebensmittelladen des Ortes
 
Tourdauer:          07:55 Std.
höchste Höhe:       1034 m
Bergauf:                  992 m
Bergab:                 1444 m
Länge:                   19,5 km

6. Etappe- 05.06.2012- Aldudes- Bivac am Col de Bentarte -- HRP Etappe
 
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Abreise 13.Etappe 14. Etappe 15. Etappe 16. Etappe 17. Etappe nach Oben
Kartenausschnitt
 
So ein Bett ist schon etwas feines. Ich schlafe auf einer richtigen Matratze tiefer und erholsamer.
Ich, Margrit und Fritz frühstücken gemeinsam  in der Gite, packen dann unsere Sachen und kaufen in der Lebensmitteltankstelle ein. Ein Franzose - Frank- bereitet sich dort auch auf die Etappe vor. Er schlief im Zelt auf der Wiese direkt neben der Tankstelle. Wir bilden nun eine lockere Gruppe die sich auf Anhieb gut versteht und so um 9:30 gemeinsam aufbricht. Gegenüber der Tanstelle (380m) stiegt ein Pfad recht knackig bergan (gelb Markiert). Am  Col Lepeder (495m) stehen einige Bäume und einige seltsame Konstruktionen die von Jägern wohl zur (unschönen) Vogeljagd gebraucht werden.
Wir zweigen hier nach rechts, gehen weiter auf guten Pfaden. Das Baskenland gefällt mir hier sehr, weiter ist es grün und zeigt hier ein ziemlich wirres und schönes Gebilde aus vielen Kuppen. Auf 550m Höhe gehen links wir auf einer schmalen Strasse, an der nächsten Kreuzung halten wir uns rechts und wieder an der nächsten Kreuzung biegen wir nach links ( rechts ist eine kl. Hütte) und folgen dem schmaleren Pfad bergauf. Nach 420m zweigt ein nur wenig sichtbarer Pfad nach links, der dann in einen breiten Pfad übergeht. Nach 670m noch mal eine "Kreuzung"- hier links halten- immer in der Flanke des Otsamunho. Dann erreichen wir den Col de Mizpira- 825m. Es ist ein richtig schöner warmer Tag. Frank trägt einen Riesen Rucksack, 25 kg schwer.
Er will nicht viel nachkaufen und hat für die gesamte Tour das Essen mit, Steigeisen für die hohen Passagen etc. Der Schweiß fliest so reichlich.
Am Col beleiben wir für die ersten Meter auf dem Bergrücken, wenden uns dann nach links- umkurven den Errola (905m)- ich glaube besser wäre es den Berg zu überqueren. Der Col de Meharroteguy- 738m, kann auch mit den Auto erreicht werden, eine schmale Strasse führt hier hinauf. Zum Glück brauchen wir nur wenige Schritte auf dem Asphalt zu gehen, der HRP führt hier über Gras bergan. Auf  Höhe 900m sind wir auf dem Bergrücken. Diesem  folgen wir  abwechslungsreich  für die nächsten ca. 6 km, mal durch Wald, mal bei freier Sicht, mal über Asphalt , mal über Pfade. In den Karten sind längere Strassenabschnitte eingezeichnet, die sind mir immer ein Graus, einfach langweilig. Sie können jedoch teils umgangen werden (siehe mein GPS Track). Markierungen sind selten Vorhanden, ein Pfad ist mal gut , mal weniger gut erkennbar.
Viele Schießhütten- so nenne ich die mal- stehen hier, zur Jagdzeit muss das ein ziemlicher Trubel sein.  Wasser gibt es auch, mehrere  Zapfmöglichkeiten sind an eine Wasserleitung  angeschlossen. Gegen 14:40 ereichen wird en Col de Burdincurutcheta (1093m) mit einer Bergerie (der Käse soll gut sein). Die nächsten knapp vier km gehen wir wieder über eine schmale Strasse und erreichen den Col de Roncevaux 1057m (oder Puerto Ibaneta). Hier sind reichlich Jakobsweg Wandererunterwegs, den ganzen Tag hatten wir kaum eine Begegnung und hier nun fast schon Trubel. Autos fahren, Wanderer kommen und gehen. Frank geht auch, er übernachtet in Roncevalles (man braucht jedoch einen Pilgerausweis- der ist dort aber erhältlich)
Ich,  Fritz und Margrit wollen jedoch noch ein Stück laufen und dann im Zelt übernachten. "Reichlich" Pilger des Camino de Santiago sind unterwegs, ganz ungewohnt für die letzten Tage.  Es geht stetig  über eine Strasse Aufwärts, es ist zu warm, etwas gelangweilt und schwitzend marschiere ich hier, ich geh voran und lasse die beiden hinter mir. Am Col de Lepoeder- 1430m - ( auch Col de Cize) endet die Strasse, es beginnt einen Schotterpiste. Mir Schmerzen mittlerweile die Füße. Die kl. einfache Hütte (Refugio lanzadore) ähnelt einer Müllkippe, Fliegen flüchten als ich die Türe öffne, es stinkt. Was sind das bloß für Leute die eine Schutzhütte als Müllabladeplatz missbrauchen?
Um 19 Uhr ereichen wir dann wieder gemeinsam den Grenzstein B 200 (1340m) in der Nähe des Col de Bentarte, etwas abseits des Caminos. Wir richten dort das Lager. Wasser- die Rolands Quelle- gibt es etwas entfernt am Camino. Pferde weiden in der Nähe, einige sind neugierig und besuchen uns.
Die Stimmung ist gut, es macht Spaß den Abend gemeinsam zu verbringen. Was fehlt ist eine Flasche Wein.
 
Die Orientierung ist bei schlechter sicht sicher nicht einfach.
In den Karten führt der HRP teils über die Strasse,
ab und zu können diese Abschnitte jedoch umgangen werden.
In der Rando Edition (Pays Basque Est) ist der HRP eingetragen, in der Alpina Karte (Baztan) nicht.
Mit der Topo Pirineos wird es  keine großen Probleme geben.
 
Tourdauer:           09:30 Std.
höchste Höhe:        1423 m
Bergauf:                 1534 m
Bergab:                    584 m
Länge:                     24,2 km

7. Etappe- 06.06.2013- Bivac am Col de Bentarte- Bivac am Grenzstein 224/ Egurgui -- HRP Etappe
 
Anreise
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Wir sind erst gegen 10 Uhr wieder auf dem Weg, das Packen  am Morgen dauert seine Zeit.
Das Wetter ist angenehm, kurze Hose und T- Shirt sind angesagt. Der Himmel ist Blau mit vielen Wolkenfetzen. Wir gehen auf breiten Pisten, stetig angenehm bergab durch eine unspektakuläre Wiesenlandschaft, links von uns der Urculu 1424m. Nach kurzem Weg (1300m) erreichen wir den Col d' Arnosteguy- 1235m Grenzstein B 205. Wegweiser stehen hier -- Richtung Azpegi auf dem GR 12 heißt es für uns. (bei Ton Josten und auf der Rando Edition heißt es GR 11- hier führt aber der GR 12 her, die Routenführung des GR 11 wurde mal geändert).
Hier also ein wenig nach rechts halten und weiter bergab auf gutem Pfad. Auf 1180m Höhe gehen wir nicht den breiten Spuren in Richtung des Waldes, sondern wir halten die Richtung  und laufen ein Stück über kaum sichtbare Spuren im Gras. Wenig später finden sich wieder Pfadspuren die dann teils über steinige Pfade bis nach Azpegi  (Dolmen) (1056m ) führen.
Der HRP  folgt nun meist Pisten und Asphalt bis zu zum Col d' Orgambide und weiter zur Grotte Harpea (Cueva de Harpea). Pistenlaufen ist einfach langweilig, also plante ich schon Zuhause einer andere Möglichkeit. Fritz und Margrit folgen mir.
Für ein kurzes Stück ist doch die schmale Strasse hier bei Azpegi  unser Pfad, so für 600m. An der Haarnadelkurve gehen wir grad aus und sind wenige Meter später im Wald. Die Piste hier ist schmal und mal matschig, Ab und zu Wegmarkierungen am Wegrand - wohl vom GR 12. Wir ereichen eine sehr schöne Wiese, gehen noch ein paar Meter weiter, dort am Bach ist es Zeit für eine Pause (1020m). Kühe grasen hier, trinken Wasser aus dem Bach und begutachten uns aus der Nähe.
Ausgeruht gehen wir  anschließend über die Piste und suchen eine gute Möglichkeit um auf den Bergrücken der uns von der Grotte Harpea trennt aufzusteigen. Nach knapp 800 m biegen wir dann scharf  nach links ab und gehen die ca. 55 Höhenmeter weglos durch Büsche und Gras bergauf.  Eigentlich will ich dann weiter zur Grotte absteigen, Fritz ist das Gelände für einen Abstieg jedoch zu unübersichtlich, wir bleiben so auf dem Bergrücken und folgen mal Pfadspuren, mal pfadlosen Abschnitten durch Gras Richtung "Eskanda"- 1201m. Das ist einfaches, und gemütliches Wandern durch leicht ansteigendes Grasgelände.
Noch vor dem "Eskanda"  halten wir uns links. Auf der anderen Seite des Tales ist ein klarer Weg gut zu erkennen - dort müssen wir hin. Einen Pfad gibt es bis dorthin nicht, das Gelände jedoch nicht schwierig, Gras und Büsche, jeder von uns sucht sich den angenehmsten Weg. Wir umrunden so den Talschluß, erreichen ohne große Probleme die "Pfadspuren"  und steigen nun den Hang aufwärts. Oben angekommen (1160m) bietet sich eine sanfte, runde, und grüne Landschaft- wir folgen dem recht klarem Pfad bis zum Col d' Errozate (1076m).
Wir müssen einfach runter ins Tal. Zum Glück muss man nicht die Strasse nehmen. Einfach Südost halten, vorbei an einer Hütte und den Schafen die jetzt da Grasen. Wegspuren und Markierungen sind hier nicht vorhanden. Das Tal ist recht tief eingeschnitten so das ich schnell nicht mehr viel von der Strasse mitbekomme (Autos fahren dort aber selten) . Fritz und Margrit folgen mir hier nicht, sie gehen über den Asphalt. Kühe und Schafe haben immer wieder einen Pfad getreten, ab uns zu begegne ich welchen. Der Boden ist meist weich, Gras und kl. Blumen. Ein Bach beginnt. Am Grenzstein 223 wechsele ich von der Rechten auf die Linke Bachseite.
An der kl. Hofschaft (Cabanes de Uhartegain- 910m) bin ich sehr froh das der Hund hier angeleint ist, er begrüßt mich nicht freundlich, springt in seine Kette und ist laut. Ich mach einen ziemlichen Bogen um ihn. Ton Joosten folgt auch ab hier der Strasse, ich mach's es ihm gleich. Auf der Strasse treffe ich wieder auf Fritz und Margrit.
Gemeinsam gehen wir das kurze Wegstück bis zum Ende Tales. Zwei Bäche fliesen hier zusammen, der Grenzstein 224 steht hier. Es ist nicht der super ideale Zeltplatz da die Strasse auch hier vorbei führt. Wir bleiben jedoch hier, bauen die Zelte auf und machen es uns gemütlich. Autos fahren nur sehr wenige, von daher ist das nicht so störend. Und mit dem Rücken zur Strasse ein doch schöner und gemütlicher Platz. Am Abend ereicht uns Frank. Wir haben zwar das gleiche Ziel, aber keiner hat damit gerechnet das wir uns wieder über den Weg laufen. Schön, das wir ihn wieder treffen.
 
Ein  unproblematischer Wandertag.
Meine kleine Variante macht diesen Tag etwas spannender, so glaube ich.
 Dafür verpassen wir jedoch die Cueva de Harpea.
In der Rando Edition (Pays Basque Est) ist der HRP eingetragen- über den Ort Beherobie, (Ton Josten zweigt  am Col d' Orgambide zur  Cueva de Harpea) Die "Variante" ist dort nicht eingetragen.
In der Topo Pirineos die Variente auch nur zum Teil eingetragen.
 
Tourdauer:           06:30 Std.
höchste Höhe:        1344 m
Bergauf:                   385 m
Bergab:                    874 m
Länge:                     16,1 km

8. Etappe- 07.06.2012- Bivac am Grenzstein 224/ Egurgui- Col Bagargui - oder Bagargiak (Chalets d'Iraty) -- HRP Etappe
 
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Wir sind schon recht früh unterwegs, um 8:30 stehen wir gestiefelt an der kl. Strasse (850m). Der folgen wir ein kurzes Stück nach Süden und biegen dann in das Tal links ab. Das Gelände ist ohne Schwierigkeiten, dichtes Gas und stetig bergauf,  jedoch gibt es hier keine Spuren oder Zeichen. Orientierung ist trotzdem nicht wirklich schwierig, man bleibt halt zwischen den Begrenzungen des Tales. Der Wind ist heute sehr kräftig, es ist trocken und noch angenehm warm. Wir stapfen so stetig im Gras hinauf, sind im Tritt, niemand achtet darauf  mal die Richtung zu ändern, keiner schaut auf die Karte-  eigentlich müssen wir nach Osten abbiegen- auf 1120m - da führt der HRP her. Wir gehen aber ein gutes Stück höher  bis wir den Pass erreichen (1191m). Rechts von uns der Urkulu Txiki mit 1240m,  links von uns die Crete de Urkulu (höchster Punkt 1335m). Wir stehen nun voll im Wind- eher Sturm-  ein paar Kuhfladen fliegen durch die Luft. Wir versuchen auf den Beinen zu bleiben. Weglos gehen wir in Richtung der Crete de Urkulu und finden dort oben (ca. 1270m) wieder einen Pfad (wenn ich mich richtig erinnere gibt es auch Markierungen vom GR 12- Rot /Weiß). Von hier oben ein toller Blick Richtung Col d' Errozate. Am Col d' Oraate  wieder eine Piste,  für uns jedoch aufwärts Richtung Okabe (Norden) durch Gras. Den Okabe passieren wir und erreichen ein grasbewachsenes Plateau. Hier sind Wegspuren erkennbar und ab und zu mal ein paar Holzpflöcke. Immer mehr dicke und dunklere Wolken stehen am Himmel., das Wetter ändert sich.
Gegen Ende des Plateaus ein Forstweg. HRP und GR 10 teilen sich diesen Weg, ohne Kummer und Probleme erreichen wir auf dieser Piste das Chalet Pedro- (ca.1000m) pünktlich zur Mittagszeit! Es ist nicht mehr wirklich warm, doch setzten wir uns draußen auf den Hof und bestellen uns etwas gutes zu Essen. Zwischendurch schüttet es aus Eimern!
Nach langer Pause - fast 3 Stunden - sind wir wieder auf dem Weg. Es ist trocken. Wir müssen nun auf dem GR 10 an der D 18 entlang, diesmal eine richtige Strasse auf der auch ab und zu mal Autos fahren. Nach 1,2 km (Luftlinie) links ein See, hier auf die D19 nach rechts abbiegen  (nach Larrau) und nach kurzem Weg wieder rechts halten. Ab da auf einer Piste stetig bergauf durch Wald..... bis auf 1200m Höhe, wieder bergrunter, die D 19 überquert, kleiner See, über den Damm, wieder bergauf, ein breiter Rücken (1350m) , Piste, das Wetter wird schlechter, teils Nebel - ich weis nicht mehr, hat es auch geregnet... ?
Um 16:45 erreichen wir die Chalets d'Iraty- Col Bagargui  oder Bagargiak- 1327m. Mittlerweile regnet es!
Das ganze ist ein Touristenkomplex. Jetzt sind nur recht wenig Menschen hier, mist Wetter und Vorsaison.
Die "Chalets" - Ferienhäuser- können gemietet werden, wir ziehen jedoch die Gite vor. Ein Camping soll hier auch sein.
Im Büro an der Strasse melden wir uns an, marschieren zur Gite, nehmen unser Zimmer in Beschlag und jeder geht erstmal Duschen.
Am Abend gehen wir, es sind noch alle dabei- Fritz, Margrit, Frank und ich,  im Restaurant gemeinsam Essen.
Wir vier verstehen uns sehr gut, ein richtig gutes Team.
 
Zu Anfang spannend, Weglos und ohne Markierungen!
Dann  folgt der HRP ohne Höhepunkte dem GR 10.
Auch zu Anfang problemloses Gelände- insgesamt eine Etappe ohne große Schwierigkeiten- wenn das Wetter gut ist. Bei schlechter Sich ist die Orientierung in den ersten Stunden nicht Einfach.
Durchgehend in den Karten eingetragen
Neben dem Restaurant am Col Bagargui ist ein kl. Einkaufsladen mit dem nötigsten- wichtig ist das Brot am Abend zu bestellen (falls zu im Restaurant fragen)- sonst gibt es nichts am nächsten Tag.
 
Tourdauer:            08:15 Std.( mit sehr langer Mittagspause- 2:45 Std.)
höchste Höhe:         1428 m
Bergauf:                  1076 m
Bergab:                     660 m
Länge:                      15,3 km

9. Etappe- 08.06.2013- Col Bagargui (Chalet d' Iraty)- Cabane d' Ardane -- HRP Etappe
 
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Das Wetter ist schlecht, es ist feucht, Regen, die Wolken hängen tief, ein recht kräftiger Wind bläst.
Wir lassen uns so Zeit, Frühstücken im Restaurant. Gehen Einkaufen im Laden nebenan. Da ich das Brot gestern nicht bestellte kaufe ich irgend etwas trockenes, Brotähnliches. Heute soll es über den Pic d' Orhy gehen, das erste mal über die 2000er Marke und in alpines Gelände. Mal schauen was das Wetter zulässt.
Gegenüber der Rezeption ( es ist 10 Uhr) folgen wir einem Pfad der zu einigen Ferienhäusern hoch führt, erreichen dann eine Piste. Diese nutzen wir bis zum Col de Mahatze (1380m). Der HRP führt eigentlich über den höher gelegenen Bergrücken (Crete d' Orambidesca, 1440m), bei dem Mistwetter gehen wir jedoch über diese Piste. Am Col de Mahatze verlassen wir diese und nutzen einen Pfad nach Süden - dem wir so 330m folgen und dann nach Westen abbiegen (hier keine Pfadspuren mehr). Nach kurzem Weg wieder Piste. (die zu einem niedriger gelegenen Hof führt und dann dort Endet, jedoch nicht zu dem Hof abbiegen). Dann mal über gut, mal über weniger gut sichtbare Pfad- oder Viehspuren die dem Talrund folgen. Wichtig ist es, hier nicht an Höhe zu verlieren (wir bleiben immer so auf 1400m). Am Ende des Talrund beginnt ein Wald mit reichlich seltsamen Konstruktionen der Jäger. Wir achten hier nicht auf die Höhe, folgen einer Spur zwischen den Bäumen, verlieren an Höhe und stellen dann fest- falscher Weg. Nach kurzem Palaver kehren wir nicht um sondern steigen "einfach" querfeldein grade hoch um wieder auf den HRP zu treffen. Sehr anstrengend -vor allem für Frank mit seinem schweren Rucksack- steil, nass und rutschig ist es- wir kämpfen uns durch Gras zurück.
Crete de Millagate (ca. 1450m) , die Sicht ist nun sehr schlecht, dichter und feuchter Nebel, dazu kräftiger Wind, vom Pic de Orhy ist nichts zu sehen. Das Gelände ist hier aber unproblematisch- Wiesen und nichts steiles,  Wieder Palaver, mit der Entscheidung einfach soweit zu gehen wie wir es uns zutrauen. Wir folgen Wegspuren, dann einer Piste der wir bis zu einem "Haus" folgen. Ab hier gehen wir Weglos durch Gras- wir sind hier abseits der in der Topo Pirineos eingetragenen Route- besser ist es direkt dem Bergrücken zu folgen.
Auf ca. 1540m erreichen wir den Rücken wieder (Crete de Zazpigain- wieder viele Schiessstände). Nun eine klare Spur die stetig steiler wird. Das Gelände wird felsig, der Boden ist rutschig -durch den feuchten Lehm und reichlich Schafsköttel, und dazu zur Seite steil abfallend. Wir sehen nur ein paar Meter weit, wirklich Einschätzen wie tief und steil es hinunter geht können wir nicht
Wir sind sehr vorsichtig - nicht das eine Böe uns herunter wirft, der Wind ist stark. Auf 1740m- der Gipfel des Zazpigain auf dem Grad. Es regnet nicht, auch der Fels ist trocken. Die Sicht ist weiter schlecht, vielleicht mal 20 bis 30m, dazu weiter der kräftige Wind. Der Kamm vor uns ist schmal  und zu beiden steil abfallend, keiner geht hier einfach weiter- wir fühlen uns alle nicht sicher ob wir bei diesem Bedingungen weiter gehen sollen. Palaver, mit dem Schluss ein wenig  zu warten. Wir hoffen auf ein kurzen Moment mit besserer Sicht, um die Strecke weiter einschätzen zu können-  aber nichts tut sich - dicke Nebelsuppe. Wir kehren dann  um, keiner kann den weiteren Pfad einschätzen.
Ein wenig enttäuscht marschieren wir also zurück, ereichen wieder die Piste (1420m) und folgen dieser ins Tal. Checken dann die Karten,  irgendwie muss der Pic d'Orhy umgangen werden.
 
Leider haben wir bei dem miesen Wetter nicht den Pic d' Orhy überwunden!
Von Susan (vielen Dank!) erhielt ich jedoch eine kl. Beschreibung und Fotos-
"Einige der beschriebenen Wege bin ich selbst gegangen, andere stehen
noch auf der Wunschliste. Besonders freue ich mich über Fotos vonAbschnitten, wo ich vor Nebel nichts sehen konnte - z.B. zwischen Egurgi und Occabe.
Beim Pic d'Orhy war es anders herum. Von der Stelle, wo Ihr auf der
Crete Zazpigan umgekehrt seid, folgt kurz danach ein steiler Abstieg
nach links/Osten um die Crete zu umgehen. Das waren einige Höhenmeter.An dem Tor kommt man wieder auf die spanische Seite zurück. Von dort ist
der weitere Aufstieg zum Pic bei guter Sicht kein Problem mehr - ein
Serpentinenpfad über die Grasflanke.
Vielleicht bist Du neugierig, wie das aussieht? ...siehe Fotos im Anhang.
Zazpigain 1           Zazpigain 2       Zazpigain 3
 
In  der Rando Edition  Pays Basque Est- Carte Nr. 2- ist keine Möglichkeit eingezeichnet- überhaupt sind die Rondo Edition im spanischen Teil des Baskenlandes nur sehr detailarm gezeichnet.
Die Topo Pirineos hilft mal wieder, hier ist ein Weg bis zum Port de Larrau eingezeichnet (Grt 10, GR 12- spanische Seite), ab dem Port können wir wieder dem HRP folgen. Zuerst über Piste, dann über gut gehbare Pfade. Dann Strasse (Na 2011) durch den Tunnel rüber nach Frankreich zum Port de Larrau (1585m). Hier richtig kräftiger Wind- Nebel, kalt- ungemütlich. Auf dem Kamm soll es nun weiter gehen, etwas unlustig schauen wir wieder in die Karten, wir bleiben auf der Strasse (nun die D 26), von dieser zweigt eine Piste ab die zu unserem Tagesziel führt. Die einzige Abwechselung auf dem etwas öden Marsch - eine Schafherde, von der einzelne Tiere mich ein gutes Stück begleiten - na ja und das Vallon d'Ardane wenn mal etwas zu sehen ist.
Um 20:00 ereichen wir die Cabane d'Ardane, 1330m. (etwas Oberhalb ist eine Schäferhütte, dort ist auch irgendwo eine Quelle)
Die Cabane ist wieder hergerichtet (siehe Andre's Bericht 6- Etappe- eine Kuh war in der Hütte...  ). Margrit ist ein wenig überrascht, wie eine einfache Cabane in den Pyrenäen ist- eben sehr einfach. Vor allem die alten und verschmutzen Matratzen benötigen etwas Überwindung, Mich juckt es immer, weil ich mir vorstelle was alles in den Matratzen leben könnte. Dann denke ich, ein kalter Winter wird das Krabbelzeug schon erledigen. Trotz allem, die Cabane d'Ardane eine ordentliche und gute Übernachtungsmöglichkeit.
Wir sitzen dann alle am Tisch, und bereiten das Abendessen bei Kerzenlicht und zusätzlicher Unterstützung der Stirnlampe.
Wir sind hier nicht alleine, Mathieu sitzt mit am Tisch.  Er ist auf dem HRP unterwegs und heute auch unsere Etappe gelaufen. Als er den Zazpigain erreicht, lichtet sich jedoch der Nebel und der weitere Weg war abzuschätzen. Vielleicht ist er auch einfach "Mutiger", jedenfalls geht er über den Pic d' Orhy und auch ab dem Port de Larrau über den Kamm.
Wieder ein schöner Abend und Tag, auch wenn ich etwas unglücklich bin es nicht über den Pic d'Orhy geschafft zu haben. Bei diesem Wetter war dies jedoch die richtige Entscheidung.
 
Leider nicht den Pic d' Orhy überwunden
Immer wieder pfadlose Abschnitte, es ist recht einfach mal die Richtung zu verlieren.
Das GPS und der Topo Pirineos ist da sehr hilfreich.
HRP ist in der Topo Pirineos und der Rando Edition (Pays Basque Est) eingetragen.
Unsere Ausweichroute jedoch nur in der Topo Pirineos!
In der französischen IGN fehlen große Teile der Strecke
 
Tourdauer:            10:00 Std.
höchste Höhe:         1763 m
Bergauf:                  1287 m
Bergab:                   1273 m
Länge:                     27,5 km

10. Etappe- 09.06.2012- Cabane d'Ardane- Refuge de Jeandel ( Arette la Pierre Sant- Martin) -- HRP Etappe
 
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Kartenausschnitt
 
Am Morgen ist es recht frisch, aber trocken und die Sicht ist gut. Nichts mit Nebel, nichts mit Regen, aber auch kein blauer Himmel. Nachdem alles Gepackt ist und die Zähne gepflegt, sind wir auf dem Weg. Auf gleichen Pfad zurück zur Piste, der wir wenige Meter links folgen, einen Bach überqueren und dann scharf nach rechts (1363m) in ein grasbewachsenes grünes Tal abbiegen. Mal wieder gibt es keine Markierungen (auch keine Steinmänner) und kaum Pfadspuren. Der Bach der durch das Tal fliest bleibt an unserer rechten Hand. Auf 1575 m wird es flacher, im Gras sind Fahrspuren zu erkennen, dann noch ein kurzer Anstieg und der Col Uthu ist erreicht (1663m). Von hier ist der Pic d'Orhy gut zu sehen. Ohne Probleme folgen wir vier (Fritz, Margit, Frank und ich- Mathieu ist schon  etwas früher los) den Pfadspuren bis zum Port de Belhay- 1726m . Wir gehen vom Port de Belhay einen etwas höheren Pfad (so 1700m, wenig Spuren... rot weiße Markierungen) als den in der TopoPirineos gezeichneten HRP bis zum Port de Bimbaleta 1680m. (Blick zu den "hohen Pyrenäen")
Hier ist dann etwas Orientierungscaos in den Köpfen- ich will aus irgendwelchen Gründen - ich weis nicht mehr warum- hoch auf den Berg mich Richtung Frankreich halten, Fritz will nach Spanien , aber direkt runter ins Tal. Es dauert ein wenig bis wir uns richtig entscheiden, östlich unterhalb des Gipfels Binbaleta auf der spanischen Seite zu bleiben. Wir erkennen aber keinen Pfad und gehen Querfeldein, brauchen auch mal die Hände. Der Ginster blüht und macht den den Fels ölig glatt ,wenn die Blüten durch unsere Füße platzen. Dann ereichen wir wir wieder einen Pfad, nein hier vor dem Collado Arrakagoli 1415m (oder Port d'Ourdaye) sind sogar mehrere Pfade ausgetreten. Zum Glück gibt sich das schnell wieder. Über einen angenehmen und gut sichtbaren Weg marschieren wir Richtung Refugio de Belagua (auch Angel Oron- 1428m) die nahe der Na 137 liegt. Die Refugio ist seit Jahren geschlossen und verfällt so langsam.
Nun verläst mich die Erinnerung- ich weiß nicht mehr warum wir den folgenden Weg einschlugen, war das Wetter so unsicher? Ich glaub ja - recht frisch und windig und wir rechneten wohl mit einer Verschlechterung. Jedenfalls gehen wir 10km über die Strasse über den Col de la Pierre Saint Martin (1760m) nach Arette La Pierre Saint Martin. 10 km  über eine gut ausgebaute Strasse, das war richtig Öde. Zum Glück gibt es kaum Verkehr, per Anhalter war so aber auch zwecklos. Zwischendurch ereichen wir El Ferial- eine eher auf Wintertourismus eingestellt "Station". Obwohl nur wenige Autos hier Parken und kein Mensch zu sehen ist schauen wir mal nach- das Ding hat auf, und bei einem einsamen Kellner bestellen wir etwas zu trinken. Um kurz nach 17 Uhr sind wir dann an der Refuge de Jeandel- 1670m
Ein Video mit dem Wirt der Jeandel....
  
 
Die Refuge ist etwas zum Wohlfühlen, Jean - der Wirt-  ist ein sehr herzlicher und freundlicher Mensch. Es sind nur wenige Gäste hier, dann ist auch eine bewirtschaftete Hütte ein entspannter Ort. Wenn das letzte Bett belegt ist, herrscht eine große Unruhe - nicht immer wirklich schön. In der Nebensaison sind die meisten Hütten in den Pyrenäen aber kaum belegt. Wir vier verbringen so einen schönen Abend..
Der Ort selbst- Arette la Pierre Sant- Martin -ist eine hässliche Tourisiedlung, und jetzt fast Menschenleer.
Am Abend verkündet Frank leider das er abbrechen muss. Seine Frau macht sich zu viel sorgen, sie vermisst ihn- er "muss" nach Hause.
 
Der HRP ist in der Topo Pirineos und der Rando Edition (Pays Basque Est) eingezeichnet.
In der französischen IGN fehlen kleinere Teile der Strecke und sind nicht mit HRP beschriftet.
In der überarbeiteten französischen HRP Führer Version ist der Weg ab der Belagua über die Strasse nach Arette La Pierre Saint Martin die Standard Version. Bei schlechtem Wetter ist das sicher OK. Ansonsten ist die von Ton Josten empfohlene Variente über den Col d!Anaye sicher schöner und  spannender.
Diese Variente ist in der Rando Edition (Bearn - Karte Nr. 3) und in der Topo Pirineos als Camino de Euskal Herria - GR 12 eingezeichnet (im Gelände Rot/Weiß)
 
Tourdauer:            07:50 Std.
höchste Höhe:         1751 m
Bergauf:                    997 m
Bergab:                     629 m
Länge:                      20,9 km

11. Etappe- 10.06.2012- Refuge de Jeandel (Arette la Pierre Sant- Martin)- Lescun  --Etappe des GR 10
 
Anreise
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Kartenausschnitt
 
Am nächsten Morgen ist das Wetter auch nicht besser, kühl, windig, dicke, graue und schwere Wolken. Frank hat Riesenglück, Jean muss in das Tal fahren und nimmt Frank dann mit. Wir alle verabschieden uns vor der Refuge (1670m). Ziel ist Lescun und wir werden dem heute GR 10 folgen. Zuerst geht es recht langweilig über eine Schotterpiste, nach 1,5 km (Höhe 1765m) verläst der
GR 10 die Piste, wendet sich nach Osten. (Hier ist es auch möglich einer anspruchsvolleren HRP Variante zu folgen -- Richtung  Col de Anies)
Wenig später gehen wir durch Karstgelände mit seinen kleinen Schluchten,,  Einsturztrichtern und reichlich Steinen.  Teils ist ein guter Pfad vorhanden, teils nur wenige Spuren. Immer wieder gibt es die rot/weissen Markierungen oder Steinmänner, zwischendurch ist auch ein gutes Auge nötig die Richtung zu finden. Langsam erscheint der markante Felsen "Rocher de L' Osque"  im Blick. Hier steigt der gute Weg an, erreicht den  Pas de L' Osque , mit einer kleinen Kraxelstelle die mit Ketten gesichert ist. Anschließend wieder recht gemütlich bergab, auf angenehmen Pfaden und Landschaftlich sehr Interessant. Am Pas d'Azuns (1873m) bricht der Fels zu einer steilen Kante, doch gibt es einen breiten und recht unproblematischen Pfad ins Tal. Unten an der Cabane du Cap de la Baitsch ist es grün. Die Hütte ist offen und eignet sich gut für eine Übernachtung (Wohl nicht im Sommer- siehe Kommentare). Im Sommer wird die Hütte von einem Schäfer benutzt- dann kann dort Käse gekauft werden.
Die Orgues de Camplong bieten einen wunderbare Szenerie. Leider nähern  Wolken  sich langsam unseren Köpfen, es beginnt zu regnen, die Landschaft wird  unwirklich. Wir erreichen Wald und nur ab und zu lassen sich die Berge sehen.  Die Refuge de Laberouat ist wohl auch wieder für Wanderer offen (siehe Kommentare). Wer will kann nun auf der schmalen Strasse bis nach Lescun gehen, wir versuchen das ab und zu vermeiden. Der Regen hat wieder aufgehört, und sogar die Sonne schaut ab und zu mal hervor. Lescun  (890m) ereichen wir dann kurz nach 15 Uhr. Mathieu, der französische Wanderer der auch in der Cabane d'Ardane übernachtete, ist auch in Lescun.
Unsere Rucksäcke parken wir an der Wand des Hotels "Pic de Anie" und bestellen erstmal etwas zu trinken. Klären dann die Übernachtung. Die Gite d' Etappe de Anie befindet sich gegenüber dem Hotel und ist recht komfortabel, mit Duschen, einer Küche und  großen Räumen. Die Anmeldung erfolgt im Hotel. Die Küche des Hotels hat noch zu, jetzt Anfang / Mitte Juni steht die Saison noch am Anfang. Nach einem Spaziergang durch das Dorf, trinken  Fritz, Margrit und ich ein bisschen Bier und lassen uns Abendessen schmecken.
 
Der Pfad (GR 10) ist in der Topo Pirineos, französischen IGN  und den Rando Edition  eingezeichnet. Insgesamt eine Tag ohne Schwierigkeiten.
Lescun hat einen Geldautomatten und einen kl. Lebensmittelladen- Gaskartuschen sind dort erhältlich. 
 
Tourdauer:            05:00 Std.
höchste Höhe:         1911 m
Bergauf:                    496 m
Bergab:                   1265 m
Länge:                      16,2 km
 
Das GPS hatte auf dieser Etappe ein paar Macken- die Route im Track stimmt (ist teils aber aus der Karte entnommen- die Zeitangaben des Tracks sind jedoch falsch)

12. Etappe-11.06.2012- Lescun- Refuge d' Arlet -- HRP Etappe- und eine Etappe des La Sende de Camille
 
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Auch dieser Tag beginnt mit reichlich Wolken und trüben Wetteraussichten. Felsen und Gipfel sind mal wieder nicht zu sehen, sehr schade-  der Cirque de Lescun soll besondern schön sein. Ich bin nun das zweite mal hier und jedes Mal gibt es nichts zu sehen!
Um 9:30 sind wir wieder auf dem Weg. Es gibt zwei Varianten (des HRP) um den Bergkamm zu erreichen, eine durch das Ansabere Tal und die zweite durch das  Labrenere Tal. Wir nehme die Labrenere Route, die Ansabere kenne ich von 2002. Die ersten km führen über schmale Asphalt Straßen und folgen den  Rot/ Weisen GR 10 Zeichen. Dabei passieren wir mehrere Kreuzungen, und gehen so nach 1 km am Camping Lauzart vorbei (mit einer Gite- Höhe 850m laut Karte).  Nichts los da, ich kann mich nicht genau erinnern, kann sein das dort kein Zelt stand. Auf Höhe 1012m biegt der GR 10 nach links Richtung Etsaut ab- wir folgen dem Asphalt (zwischendurch gibt es ein paar Abkürzungen) Südwest weiter Rot /Weiß. auf dem Senda Camille. Bis zum Beginn des Tales gehen wir über diese schmale Strasse, dann beginnt eine Schotterpiste. Stetig geht es hier recht gemütlich Bergauf, zuerst fliest der Bach an der linken Hand, dann wird dieser Überquert. Am Pont d' Itchaxe (1360m) geht es wieder auf die andere Seite des Baches, Wald beginnt, der Weg ist hier voll Schlamm, wir quetschen uns an den Rand und versuchen so halbwegs Lehmfrei zu b leiben. Ein Schild zeigt den Beginn des Park national des Pyrenees an, die Höhe der Strafen bei nicht  Einhalten der Regeln  ist auch vermerkt- 68 - 135 €.
Der Wald endet, Kühe ruhen hier. Das Gras ist fisch und grün. Die Bergspitzen kommen immer näher und damit wird der Pfad etwas steiler. Der ist jedoch gut angelegt Pfad  ist recht einfach zu gehen.
Auf 1700m Höhe beginnt ein Plateau mit der Cabane de Bonaris, eine Schäferhütte. Der Schäfer ist sehr kreativ, er hat vor der Hütte aus Steinen Tisch und Bänke gebaut, ist ein wenig hart aber sehr einladend für eine Pause. Die Hütte ist offen, im Sommer ist sicher der Schäfer vor Ort.
Um 14 Uhr erreichen wir den Col de Pau- 1942m. (Blick vom Col Richtung Spanien) Hier oben geht wieder ein kräftiger Wind, es regnet leicht, immer wieder stehen wir in den Wolken- ungemütlich. Wir bleiben auf der französischen Seite und folgen dem sichtbaren Pfad der unterhalb des Pic de Burcq (2103m) herführt. Wenig später stehen wir voll im Wind, der HRP hat den ungeschützen Kamm erreicht (2015m). Die Wolken hängen niedrig, so das wir nur die Hälfte der Landschaft sehen können, wie z. b. der Castillo d'Archer. Weiter auf der französischen Seite über gute Pfade zum Col du Saoubathou. Der Pic du Midi d' Ossau mit seinem Doppelgipfel erreicht unsere Augen. Ohne Schwierigkeiten gelangen wir dann - mittlerweile aber im Schneeregen- zur Refuge d' Arlet- 2000m.
Wenige Wanderer sind dort-  zwei Spanier, und wieder Mathieu, und wir drei!  Es ist gemütlich, ein Ofen wärmt Hütte. Die Arlet ist sauber und ordentlich, Komfort gibt es wenig- gewaschen wird sich am See oder am Klo (Unterhalb der Eingangstreppe)
Draußen sind es so 3°,windig und nass. Ich bin froh, hier im warmen zu sitzen.
 
Eine unproblematische Wanderung, Orientierung und der Weg haben keine bes. Schwierigkeiten
Der Pfad  ist in der Topo Pirineos, der französischen IGN  und in der den Rando Edition  eingezeichnet.
Insgesamt ein Tag ohne Schwierigkeiten. 
 
Tourdauer:            07:25 Std.
höchste Höhe:         2058 m
Bergauf:                  1503 m
Bergab:                     482 m
Länge:                      19,0 km

13. Etappe- 12.06.2012- Refuge de Arlet - Col du Somport (Albergue de Aysa)- meist auf dem GR 11
 
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Am Morgen ist das Wetter weiter schlecht. Nebelschwaden, leichter Regen, windig, kalt- einfach ungemütlich.
Jörg  und Margrit werden dem HRP folgen, ich dem GR 11. Die HRP Etappe kenne ich schon und sie bietet keine besonderen Höhepunkte. Für den Abend verabreden wir uns in Candanchu in der Refuge el Aguila.
Um 9:20 steige ich zum Col d' Arlet auf. Die Kapuze der Regenjacke tief in das Gesicht gezogen. Der Col d' Arlet auf 2098m westlich der Refuge ist schnell ereicht, es geht einfach über Gras locker berauf. Am Col wieder dichter Nebel. Pfadspuren führen mich bergab, teilweise recht steil. Der Pfad ist nicht immer gut zu erkennen und die Steinmänner selten. Ich kontrolliere mit dem GPS, und muss immer wieder Pfad und Richtung suchen.  Auf 1900 m Höhe wird die Sicht besser, und eine wunderbare Landschaft erscheint-  der Rio Aragon Supordan schlängelt sich durch ein grünes Tal (Aguas Tuertas). Ich bin in Hochstimmung, eine gute Entscheidung diesem Weg zu nehmen. Auf 1600m Höhe hat der Abstieg sein Ende, die mit Gras und allerlei  Blumen bewachsene Ebene beginnt. Auf dieser Seite des Tales gibt es keinen Pfad, ab und zu ist der Untergrund etwas "sumpfig", immer wieder plätschern kleine Bäche von den Seiten hinunter. es ist schön hier.
Am Ende des Tales treffe ich auf einen gut sichtbaren Pfad- der GR 11. Der Weg wird immer steiler und felsiger- ohne schwierig zu werden-  und ereicht 1900m.  Es beginnt wieder zu Regnen, die Sicht wird schlechter, immer wieder Nebel. Vom Lac de Estanes ist so nur ein Stück zu sehen. Der Pfad rund um den See ist schmal und felsig. Dann beginnt ein breiter, nun schlammiger Pfad in einfachem Gelände. Auf 1660m wendet sich der Weg nach nach Süden, nun durch angenehme Wiesen. Wald beginnt- der Bois de Sansanet. Der Wald ist von vielen Felsen  durchsetzt und sehr schön. Beim Überqueren des Gave de Aspe ist vorsicht nötig. In der Refuge erzählte Mathieu das hier noch Schnee liegen könnte und dies dann eine schwierige Passage ist. Jetzt ist hier nichts Weißes mehr zu sehen
Der GR 11 führt nun quer im steilen Hang durch Schutt, ab und zu ist ein wenig Vorsicht nötig. Am Collado de Causalat (1635m) ist der Pfad weiter gut zu erkennen. Wenig später tauchen aus Nebel und Regen die ersten Skianlagen auf. Ein Riesenparkplatz folgt und die Hotels von Candanchu, ein wirklich potthässlicher Ort. Candanchu wirkt ausgestorben, kein Mensch, noch niemals Geräusche. Ab und zu steht ein Auto vor den Hotels. Ich suche die Refuge el Aguila- sie hat zu! Direkt nebenan ist noch eine Refuge- auch zu. Nix los im Juni!
Was nun? Zum Zelten habe ich bei dem Wetter gar keine Lust, und Fritz und Margrit möchte ich auch wieder treffen. Ich könnte nach Canfanc (mit dem berühmten Bahnhof) absteigen- oder zum Col du Somport gehen, dort ist auch eine Refugio. Mit ziemlich verfrorenen und klammen Fingern schreibe ich eine Nachricht an Jörg und Margrit und klemme sie an die Tür der el Aguila- "bin auf dem Weg zur Refuge am Col du Somport". Der Col ist so einen km Luftlinie die Strasse rauf.
Jörg und Margrit treffe ich in der Mitte. Klappt doch alles super. Um 16:30 ereichen wird die Albergue de Aysa direkt an der Strasse des Col de Somport. Die Herberge liegt am Camino de Santiago (Jakobsweg). Sie hat eine richtige und lange  "Bar", ein Restaurant, einen kleinen Einkaufladen und eine Dusche.
 
Der Pfad  ist in der Topo Pirineos und in der den Rando Edition Nr. 3- Bearn eingezeichnet.
bei dem schlechtem Wetter war die Orientierung teils nicht einfach, aber auch nicht wirklich schwierig- bei gutem Wetter sollte es keine Probleme geben
 
Tourdauer:            07:05 Std.
höchste Höhe:         2089 m
Bergauf:                   830 m
Bergab:                   1196 m
Länge:                     19,0 km

14. Etappe- 13.06.2012- Albergue de Aysa- Refuge de Pombie - HRP Etappe
 
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Der Tag beginnt mit frischen Temperaturen. Zwischen den Wolken blitzt der Himmel Blau hervor.
Die ersten 2 km folgen der Asphalt Strasse in den nächsten Skiort - "Astun". Genauso leblos wie Candanchu, aber nicht ganz so hässlich. Hinter dem letztem Gebäude finden wir einen schmalen Pfad der durch Gras bergauf führt. Ein kurzes Stück müssen noch einer Piste folgen, dann hat uns die Berglandschaft wieder. Über nicht immer gut erkennbare steigen wir aufwärts. Links von uns fliest das Bachwasser ins Tal, Candanchu und Astun mit seiner verschandelten Landschaft sind schnell vergessen. Der Ibon de Escalar ( 2080m) ist nach knapp 2 Std. erreicht. Der See ist von Wiesen umgeben und ist ein schöner Ort für ein Bivac. Der Blick zurück über den See ist wunderbar. Auf einfachen Pfaden erreichen wir den Col de Moines -2168m, hier oben gibt es noch einige Schneefelder. Vom Col ist der Pic du Midi d' Ossau zu sehen. Wolken sind nun wieder reichlich vorhanden, vom Doppelgipfel ist jetzt nichts zu sehen.
Nun geht es bergab, ab und zu über Restschnee. Teils ist der Untergrund matschig. Die Sonne zeigt sich nun mehr, der Pic du Midi de Ossau läst ein wenig mehr von sich sehen. Ohne Probleme ereichen wir, auf nun recht breiten Pfaden, den Talgrund. Ein wenig muss man aufpassen-  nicht der breiteren Piste folgen. Sondern diese überqueren, dann über den Bach (Brücke) und weiter zur Cabane de Cap de Pount - 1643m. Hier verlieren sich dann die Wegspuren. Ein großer Steinmann und ein paar kleinere helfen jedoch die Richtung zu finden (Nord- Ost den Hang hoch), und nur wenig später gehen wir auf einem gutem Pfad berauf. Wir erreichen ein kl. grasiges Plateau mit der Cabane de Peyreget. Wegspuren sind nun schwächer, aber erkennbar und es gibt Steinmänner. Auf ca. 1920 m trifft man auf einen ausgetreten Pfad, dem wir weiter bergauf folgen und dann  den Lac de Peyreget -2072m erreichen.
Das nächste Zwischenziel ist der Col de Peyreget. Der Pfad zweigt hinter dem See nach links ab, führt in Blockgelände. Steinmänner leiten uns durch das Chaos, Restschneefelder müssen gequert werden. Der Pic du Midi wirkt hier irgendwie bedrohlich. Ich finde dies ist die erste etwas "steilere" und "alpinere" Passage des HRP seit Hendaye.
Der Col de Peyreget -2310m- ist um 15:30 erreicht. 45 min später stehen wir vor der Refuge de Pombie- die sehr schön direkt am Lac de Pombie gebaut ist. Der Abstieg hatte keine bes. Probleme, ein paar Schneefelder, ein wenig Geröll. Schön war es eine Gruppe Gämsen mit ihren Jungen zu sehen. Es ist beeindruckend wie sich die Tiere in den Felsen bewegen. In den Pyrenäen sind sie scheu und flüchten schnell, sehr nahe kommen wir ihnen nicht. Die Sonne scheint, es geht jedoch ein kühler Wind. Jeder sucht eine geschützte Ecke und geniest dann ein wenig Sonne- ohne Pullover klappt das leider nicht. Sobald jedoch die Sonne hinter Wolken steht, wird es unangenehm kühl. Es dauert so nicht lang und alle sind in der wärmenden Hütte. Wieder übernachten nicht so viele Wanderer in der Refuge, die Wirtin die auch Deutsch spricht, sie sagt "im Juni ist nie viel los".
Die bewirtschaftete Refuge de Pombie (2032m) hat mehrere Zimmer mit einfachen Lagern. Duschen ist möglich, wie so oft in den Bergen sehr einfach- ich bin jedoch froh das überhaupt eine warme Dusche vorhanden ist! 
 
Der Pfad  ist in der Topo Pirineos und in der den Rando Edition Nr. 3- Bearn eingezeichnet.
Der Tag hat keine bes. Schwierigkeiten.
Zum Col de Peyreget das erstmal "Kletterei" über Blöcke- die Wege werden langsam höher
 
Tourdauer:            07:47 Std.
höchste Höhe:         2300 m
Bergauf:                 1256 m
Bergab:                    858 m
Länge:                    14,6 km

15. Etappe- 14.06.2012- Refuge de Pombie- Refuge de Arremoulit - HRP Etappe
 
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Um 8:45 stehen wir, gestärkt durch das Frühstück, vor der Refuge de Pombie. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau/ weis. Die Regentage sind nun hoffentlich endlich vorbei. Das Val d' Arrious ist gut zu erkennen, wir werden heute dieses Tal durchqueren. Der Pic de Pallas nahe der Refuge de Arremoulit erreicht die 2920 m, nur wenig entfernt erreicht das Balaitous  3114m. Reichlich Schnee können wir sehen. Mal schauen wie die Bedingungen dort oben sind. Wir folgen dem Pfad der im zick- zack das Tal hinunter führt. Der Weg ist einfach zu gehen. Oft fliest der Ruisseau de Pombie entlang des Pfades- unbeschwertes Wandern. An der Cabane de Pucheoux (1720m) wendet sich der Weg nach Norden (links), überquert den Bach um dann wieder nach rechts abzubiegen und dem Tal zu folgen. Es beginnt Wald, der jetzt sehr angenehm ist, es ist warm und die Sonne hat Kraft- Endlich mal wieder Sonne!.
Um 10:30 sind wir an der D 934  (Vallee d' Ossou-1400m).Ein paar Meter links halten, die Strasse überqueren (Schild)- hier führt ein Weg wieder aufwärts in das Valle d' Arrious. Nun wird es etwas beschwerlicher, bis zum Col d' Arrious (2240m) geht es stetig bergan. Zum Glück auf recht einfachen Pfaden und ohne Orientierungsprobleme- nur die letzten Meter zum Col sind etwas steiler und beschwerlicher. Hier teilt sich der Pfad- nach rechts zum Lac de Arrious und zur Passage d' Orteig oder grad aus runter ins Tal. Der Weg in das Tal ist die etwas längere Alternative um die ausgesetzte Passage d' Orteig zu umgehen.
Auf dem Lac de Arrious-2280m- schwimmen noch reichlich Eisplatten. Der Pfad führt nicht am See entlang sondern entfernt sich nach links. Mittlerweile tragen wir wieder Jacken, es ist mal wieder windig und frisch. Es beginnt ein schmaler "Steig", der teils mit Ketten gesichert ist- die Passage d' Orteig. Eigentlich nicht so problematisch- die Füße haben immer genug Platz, für die Hände sind genug Griffe und Ketten sind vorhanden. Eigentlich eine schöne Kraxelei. Bei schlechtem Wetter und für Menschen mit Höhenangst aber nicht ungefährlich. Mir geht der Puls jedenfalls hoch, und ich bin nicht sicher ob ich ohne Fritz und Margrit die Kraxelei gegangen wäre.
Über Felsplatten und ein paar Schneefelder steigen wir zur Refuge de Arremoulit ab. Steinmänner zeigen uns den Weg.
Die Refuge liegt auf 2305m, reichlich Schnee liegt hier und der Wind treibt die Eisschollen über den Lac de Arremoulit. Wir gönnen und erstmal eine Cola. Es ist nicht grad gemütlich, wieder weht ein kräftiger kühler Wind.
Die bewirtschaftete Refuge de Arremoulit  (+Web) ist recht klein, einfach und urig und solange nicht zu voll - gemütlich. Zusätzlich zur Hütte ist ein großes Zelt mit Betten aufgebaut. Es gibt keine Dusche, Wasser ist hinter der Refuge- das jetzt eiskalt ist und nur für eine Katzenwäsche taugt. Mit uns sind sind noch 2 Spanier, Silke (die schon sehr viel von der Welt gesehen hat) und Leonie und Patricia an der Arremoulit. Solange es geht bleiben alle draußen, jeder sucht eine windgeschützte Ecke. Silke wandert schon mal in Richtung des Col de Arremoulit.
Am Abend Sitzen wir zusammen und lassen uns das Essen schmecken.
 
Unkomplizierte Wanderung bis zur Passage d' Orteig. Diese kann jedoch Umgangen werden
Der Pfad  ist in der Topo Pirineos und in der den Rando Edition Nr. 3- Bearn eingezeichnet.
Der Tag hat keine bes. Schwierigkeiten- außer Passage d' Orteig.
Die eigentliche Etappe führt noch weiter bis zur Refuge de Larribet- dieses Wegstück ist -vor allem im Abstieg vom Port de Lavedan 2600m anspruchsvoll -
siehe mein Tourbeschreibung von 2003
 
Tourdauer:            05:50 Std.
höchste Höhe:         2386 m
Bergauf:                 0793 m
Bergab:                    858 m
Länge:                    11,9 km

16. Etappe- 15.06.2012 - Refuge de Arremoulit- Refuge Wallon - HRP Etappe (Variante)
 
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Die Standard HRP Route führt über den Col du Pallas (2520m) und die Port de Lavedan (2600) m zur Refuge de Larribet (2060m). Ein Weg mit reichlich Geröll, Blöcken ein wenig Kraxelei zum Port du Lavedan und einem sehr steilem Abstieg in das Larribert Tal. Selbst im September (siehe mein Tourbeschreibung von 2003) sind im Abstieg noch steile Schneefelder zu überwinden. Jetzt im Juni ist dort oben nur Schnee. Der Wirt der Refuge de Arremoulit rät uns von diesem Weg ab.Wir überlegen gar nicht lang- wir gehen die einfachere Variente über den Col de Arremoulit, vorbei an der Refugio de Respomuso und über den Col de la Fache.
Wir sind diesmal recht früh Unterwegs- um 8:20. Silke steigt in das Tal ab, Leonie und Patricia schließen sich uns an. Die Refuge verlassen wir Richtung Osten. Zuerst noch über Felsen, anschließend fast durchgehend über Schneefelder aufwärts. Die meisten Zeichen sind unter dem Schnee, nur ab und zu ist mal ein Steinmann zu sehen. Silkes Spuren vom Vortag machen die Wegsuche einfacher. Der Abstieg vom Col de Arremoulit (2450m) ist etwas unangenehmer. Vom Col ist das Balaitous 3144m und auch die Port de Lavedan gut zu erkennen. Reichlich Schnee liegt dort. Spuren im Schnee sind aus der Entfernung nicht zu Erkennen
Die Markierungen abwärts vom Col de Arremoulit sind zu Anfang unter dem Schnee. Der Abstieg ist teils recht steil und zum Schluss muss ein Blockfeld durchquert werden- dann ereichen wir einen gut sichtbaren Pfad der an der Westseite des Ibon de Ariel Alto (2240m) entlang führt. Nun folgt der Ibon Ariel Baxto, dieser wird an der Südseite umgangen. Ein recht großes Schneefeld reicht bis in das Wasser, vorsichtig überqueren wir es. Pfade sind nach dem See wieder klar erkennbar, das Tal verengt sich nun zu einem überraschend schmalen Durchgang.
Das Tal des Rio Aguas Limpas führt nach Osten, der Stausee "Embalse de Respomuso" ist in sichtweite, der Hauptgipfel- Gran Facha-  ereicht 3005 m. Mehrere der Berge haben eine schöne Pyramidenform. Pünktlich zur Mittagszeit stehen wir an der Refugio de Respomuso- 2150m (recht neu und modern). Pause, Trinken, etwas Essen. Ein wenig in der jetzt endlich vorhandenen Sonne sitzen.
Eine Stunde später gehen wir auf dem falschen Weg- dem GR 11. Um den HRP zu erreichen laufen wir ein Stück querfeldein, dann wieder über gut sichtbare Pfade und auch mal über eine Staumauer. An der Embalse de Campo Plano (2140m- gute Bivac Möglichkeit) zeigt ein Schild den Weg zur zum Col de Facha an. Der Barranco de Campo Plano führt stetig bergan. Der Pfad ist erstmal gut zu erkennen und hat erstmal keine Schwierigkeiten. Dann erreichen wir die ersten Schneefelder- wir haben Respekt und bewegen uns Vorsichtig-  links von uns der Bach und ständig gluckst es unter uns. Zu den Lacs de Facha liegt durchgehend noch Schnee- recht steil geht es hier Aufwärts. Der Schnee ist jedoch "griffig" und mit sicheren Tritt haben wir keine Probleme. Die größte Sorge ist irgendwo in einen Bach unter uns einzubrechen.
Die Seen auf 2530 m sind noch zugefroren, der Anstieg zum wirkt Col de Fache nochmals steiler. Fritz und Margrit schnallen nun ihre Steigeisen um, Leonie und Patricia bekommen jede einen Trekking Stock. Margrit geht voran um die schwache vorhandene Spur zu vergrößern. Ohne Probleme erreichen wir den Col de Fache (2664m), einmal im "Gang" ist der Anstieg doch unproblematisch- wir sind aber auch alle sehr vorsichtig. Der Abstieg ist einfacher, nicht so steil. weniger Schneefelder- und diese machen dann richtig Spaß. Immer wieder versuchen wir auf den Schuhen herunter zu gleiten. Orientierung ist Einfach- Pfade, Steinmänner und eigentlich eine klare Richtung zum Marcadau Tal.
Wenn das Pla de Loubosso (1940m) ereicht ist der Rest nur ein kleiner, aber schöner Spaziergang.
Die recht große Refuge Wallon 1865m liegt sehr schön in einer grünen Ebene. Duschen sind vorhanden. Die Refuge hat keine Bettenlager sondern Zimmer- alles mit dem Charme des Alterns. Bivac ist gut möglich, ein ausgewiesenes Gelände befindet sich am Bach.
Morgen steige ich in das Tal ab - der Urlaub ist einfach zu kurz und meine Familie möchte mich auch noch mal sehen. Wir schießen Erinnerungsbilder und sind ein wenig traurig. Ich beneide Fritz und Margrit- sie bleiben weiter auf dem HRP. Leonie und Patricia werden mit mir absteigen- sie gehen nur eine kleine Runde durch die Berge. Natürlich wird auch über Ausrüstung gesprochen- alles nötige ist dabei- sogar das wichtige Survival Kit!
 
Der Abstieg vom Col de Arremoulit ist nicht schwer- hat für "Anfänger" doch Überraschungen. Gleiches gilt für den Aufstieg zum Col de Fache- ohne Schnee sicher eine  ordentliche Arbeit dort hinaufzugehen. Orientierung ist recht unschwierig -  im Schnee den Barranco de Campo Plano hinauf mussten wir unseren "besten" Weg schon suchen.
Der Pfad  ist in der Topo Pirineos und in der den Rando Edition Nr. 3- Bearn eingezeichnet.
 
Tourdauer:             09:50 Std.
höchste Höhe:          2655 m
Bergauf:                  1803 m
Bergab:                   1454 m
Länge:                    18,4 km

17. Etappe- 16.06.2012- Refuge Wallon- Cauterets- Abstieg ins Tal
 
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Abschied- aber erstmal wird gefrühstückt. Dann nochmals - das letzte Mal- der Rucksack kontrolliert, nichts vergessen , nichts bleibt liegen? Wenig später verlassen wir gemeinsam die Refuge Wallon. Nur 400m entfernt zweigt der HRP in das Arratille Tal ab- Fritz und Margrit haben noch 30 HRP Etappen vor sich- dann baumeln ihre Füße bei Banyuls- sur- Meer- im salzigen Mittelmeer.
Wir drei (Ich , Leonie und Patricia) haben nicht mehr soviel vor. Der Weg bis nach Cauterets ist ein schöner und gemütlicher Spaziergang. Das Wetter ist nun richtig gut. Immer wieder begegnen uns so ungewohnt viele Tageswanderer. Es ist Samstag- und die Gegend ist gut zu erreichen. Der Marcadau Bach fliest breit und glasklar. Am Pont d' Espagne verweilen wir, lassen den rauschend in das Tal stürzenden Gave du Gaube wirken. Die Luft ist feucht und kühlend vom Wassernebel. Die nächsten km ist der Marcadau ein wilder und schäumender Bach.
Den Kurort Cauterets erreichen wir um 14 Uhr. Ungewohnter Trubel- Menschen , Autos, und eine Menge Häuser. Es gibt viele Übernachtungsmöglichkeiten - wir entscheiden uns für das Hotel le Pas de l' Ours.
Nach langem Duschen und etwas schlafen kaufe ich mir noch ein paar frische und geruchsfrei Sachen- Socken, Hose , T- Shirt. Gehe dann zum Busbahnhof und kläre die Abfahrt für den nächsten Tag. Streife noch ein wenig durch die Gassen.
Den Abend verbringen Patricia, Leonie und ich gemeinsam- gehen Essen, trinken ein Bier.
 
Tourdauer:            05:20 Std.
höchste Höhe:          1873 m
Bergauf:                      87 m
Bergab:                   1030 m
Länge:                    15,5 km

Abreise- 17.06.2012- Cauterets- Solingen
 
Am nächsten morgen wieder eine Abschiedszene.
Ich weiß leider nicht mehr die Abfahrzeiten, Cauterets ist aber einfach erreichbar und eignet sich so gut für den Beginn oder das Ende einer Tour.
 
-- ca. 9 Uhr - mit dem Bus von Cauterets nach Lourdes
-- ca. 22 Uhr - mit dem Nachtzug nach Paris
-- ca. 8 Uhr mit dem Thalys von Paris nach Köln.....

04.07.2013
 
.... Mich zieht es mal wo anders hin..... über Monate war mir klar das ich 2013 nicht in die Pyrenäen fahre.
In den Norden zieht es mich!
So ich lass ich Reiseberichte, kaufte Wanderführer und eine Karte. Plante eine Route und dann erlag ich doch meinem Pyrenäenfieber- diese Ecke wollte ich doch schon immer erwandern, den Pfad gehen, das muss ich noch sehen.
So wanderte der Sarekführer und die Karte in die Schublade......
 
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